Übergriffe und salafistische Rufe in der Duisburger VHS

Martin Ahlers
Die Polizei eagiert mit verstärkten Streifen und kündigt weitere Ermittlungen an.
Die Polizei eagiert mit verstärkten Streifen und kündigt weitere Ermittlungen an.
Foto: WAZ FotoPool
Nach tätlichen und verbalen Belästigungen gegen Kursleiter- und Teilnehmerinnen der Duisburger Volkshochschule verstärkt die Polizei Streifen und ermittelt.

Duisburg. In der Volkshochschule ist es zu tätlichen und verbalen Belästigungen gegen Kursleiterinnen und Teilnehmerinnen gekommen. Das geht aus einem Schreiben von VHS-Chef Dr. Gerhard Jahn hervor. Die Polizei reagiert mit verstärkten Streifen und kündigt weitere Ermittlungen an.

Unter dem Vorwand, sich einen Eindruck vom Unterricht verschaffen zu wollen, seien junge Männer in einem Kurs erschienen, erklärte Jahn auf Nachfrage. Der Aufforderung der Kursleiterin, den Raum zu verlassen, hätten sie sich zunächst widersetzt und lautstark salafistische Parolen gerufen. Es habe sich bei den ungebetenen Gästen offenbar um Deutsche gehandelt.

Zu Belästigungen von Teilnehmerinnen und Kursleiterinnen sei es zudem bei einem Sprachkurs in einem Schulgebäude in Stadtmitte gekommen, berichtet der VHS-Leiter. Mutmaßlich handele es sich bei den Tätern um Nordafrikaner. Jahn fordert in seinem Schreiben alle Kursleiter auf, bei ähnlichen Vorfällen unverzüglich die Polizei zu informieren und Hausverbote auszusprechen.