U 79 zwischen Duisburg und Düsseldorf steht vor dem Aus

Die Linie U79 zwischen Düsseldorf und Duisburg an der Haltestelle Froschenteich.
Die Linie U79 zwischen Düsseldorf und Duisburg an der Haltestelle Froschenteich.
Foto: WAZ FotoPool
Der Linie U 79 zwischen Duisburg und Düsseldorf droht das Aus, weil es in Duisburg am Geld für nötige Sanierungen des Linien-Tunnels fehlt. Eine mögliche Alternative wäre, dass Düsseldorf den gesamten Stadtbahnverkehr zwischen den beiden Städten übernimmt. Doch entschieden ist noch nichts.

Duisburg.. „Froschenteich! Endstation! Alles aussteigen!“ – so könnte es künftig für Passagiere der U-Bahn Linie U 79 heißen, wenn sich Befürchtungen aus Düsseldorf bestätigen sollten. Grund: Die Rheinbahn trägt sich offenbar mit dem Gedanken, die U 79 an der Stadtgrenze enden zu lassen, weil es in Duisburg einmal mehr am Geld fehlt.

Hintergrund ist der Erneuerungsbedarf der in die Jahre gekommenen Technik in den U-Bahn-Tunneln. Von 140 bis 200 Mio Euro war vor anderthalb Jahren bereits die Rede. Damals hieß es ab er auch, die vorhandene Technik sei noch „gut in Schuss“, weil Duisburgs U-Bahn-System im Vergleich zu benachbarten noch relativ neu sei.

Mögliche Endstation Froschenteich

In Düsseldorf drängt man indes auf zügige Ausschreibung der Zugsicherungssysteme, ohne die der Tunnelverkehr nicht zulässig wäre. Wenn Duisburg nicht mitziehe, wird Rheinbahn-Aufsichtsratsvorsitzender und CDU-Ratsherr Andreas Hartnigk zitiert, „endet die U 79 in wenigen Jahren an der Haltestelle Froschenteich“.

Alternativen zum Aus an der Stadtgrenze werden auch bereits in der Düsseldorfer Kommunalpolitik diskutiert, etwa die Übernahme des gesamten Stadtbahnverkehrs zwischen Duisburg und der Landeshauptstadt durch die Rheinbahn.

Bisher – und daher ist einheitliche Sicherheitstechnik unabdingbar, – wird die Zwei-Städte-Strecke von Bahnen der Rheinbahn und der DVG befahren wird. Und für die DVG ist es die absolute Paradestrecke mit täglich 65.000 Fahrgästen. Nutzer sind vor allem Schüler, Studenten und Pendler.

Entscheidung im Sommer 2012

Bei der DVG hieß es am Dienstag, es müsse im Sommer 2013 eine Entscheidung für die gemeinsame Ausschreibung mit der Rheinbahn getroffen werden. Könne sich die DVG wegen der fehlenden Finanzierung nicht beteiligen stiegen die Investitionssummen „pro Jahr um Millionenbeträge, da die DVG gezwungen wäre die gleiche Technik wie die Rheinbahn zu beschaffen und zudem wegen des immer größer werdenden Zeitdrucks in einer zunehmend schlechteren Position gegenüber den Anbietern wäre“. Es gebe „dringenden Handlungsbedarf“, um das Ende der U79 abzuwenden oder unnötige Mehrkosten in Millionenhöhe zu vermeiden.

Die DVG habe mit der Rheinbahn die Ausschreibung vorbereitet, heißt es weiter: „Die DVG ist technisch in der Lage, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.“ Nur müsse die Stadt als Eigentümerin der Stadtbahn für die Finanzen sorgen. Im Rathaus hofft man auf Fördergelder, doch die gibt’s bisher nur für U-Bahn-Neubauten, nicht für den Erhalt.

Tunnelanlagen und Zugsicherungstechnik seien derzeit, betont die DVG, „keinesfalls marode, sondern vollkommen sicher“.

 
 

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