Trauernde Großfamilie behindert Polizei und Notarzt in Duisburg-Obermarxloh

Bei einem Routineeinsatz von Polizei und Notarzt waren 21 Beamte nötig, um die Situation zwischen einer 70-köpfige Großfamilie und Einsatzkräften in Duisburg-Obermarxloh zu entschärfen. Foto: ddp
Bei einem Routineeinsatz von Polizei und Notarzt waren 21 Beamte nötig, um die Situation zwischen einer 70-köpfige Großfamilie und Einsatzkräften in Duisburg-Obermarxloh zu entschärfen. Foto: ddp
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21 Polizisten waren nötig, um eine Auseinandersetzung zwischen einer 70-köpfigen türkischen Großfamilie und ermittelnden Beamten in Duisburg-Obermarxloh zu entschärfen. Nach einem Todesfall in einem Haus hatten sie die Polizeiarbeit behindert.

Duisburg.. Die Polizisten wollten in Obermarxloh nur eine Routineaufgabe erledigen: nach dem Tod eines 45-Jährigen ausschließen, dass der Mann Opfer eines Verbrechens geworden war. Dann aber behinderten etwa 70 Angehörige des Familienvaters die Arbeit der Beamten.

Letztlich mussten 21 Polizisten eingreifen, um die Situation auf der Uhlandstraße in Duisburg-Obermarxloh in den Griff zu bekommen. Am Sonntagmorgen (24. April) war laut Auskunft der Polizei der 45-jährige Vater einer türkischen Großfamilie verstorben. Offenbar hatte der Notarzt im Totenschein zunächst keine Todesursache angeben können. „Wir als Polizei müssen dann sicher gehen, dass kein Fremdverschulden vorliegt“, erklärt Polizeisprecher Ramon van der Maat.

Als die Polizisten im Haus der Familie an der Uhlandstraße schließlich eintrafen, waren bereits zahlreiche trauernde Familienangehörige vor Ort. Für die Ermittlungen jedenfalls hatten sie kein Verständnis. Die Polizei meldete „etwa 70 teilweise sehr aggressive Familienangehörige“. Sie sollen die Arbeit von Notarzt und Polizei behindert haben, so dass die Ermittler Verstärkung anfordern mussten. Insgesamt waren 21 Polizisten im Einsatz.

Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden oder eine Straftat gibt es nicht.

 
 

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