Torwart nach Flaschenwurf gesperrt - Fans beleidigten ihn

Spielabbruch! Ikenna Onukogu (re.), der Torhüter von Hertha Hamborn, und Bottroper Zuschauer lieferten sich ein heftiges Gerangel nach rassistischen Anwürfen. Nun sperrt der Fußballverband Niederrhein Onukogu vorläufig.
Spielabbruch! Ikenna Onukogu (re.), der Torhüter von Hertha Hamborn, und Bottroper Zuschauer lieferten sich ein heftiges Gerangel nach rassistischen Anwürfen. Nun sperrt der Fußballverband Niederrhein Onukogu vorläufig.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Der Fußballverband Niederrhein hat den Torhüter des Bezirksligisten Hertha Hamborn Ikenna Onukogu bis auf Weiteres gesperrt. Der Nigerianer hatte, nachdem er permanent rassistischen Anfeindungen aus dem Publikum ausgesetzt war und mit Gegenständen beworfen wurde, eine Plastikflasche ins Publikum geworfen.

Duisburg/Bottrop.. Die Bezirksspruchkammer des Fußballverbandes Niederrhein hat Ikenna Onukogu, Torhüter des Fußball-Bezirksligisten Hertha Hamborn, per einstweiliger Verfügung gesperrt.

Damit reagierte die Kammer auf den Abbruch der Partie zwischen Dostlukspor Bottrop und Hertha Hamborn vor zwei Wochen. Der Nigerianer sah sich in Bottrop permanenten rassistischen Anfeindungen aus dem Publikum ausgesetzt und wurde nach eigenen Angaben mit Gegenständen beworfen. Der Keeper warf danach eine Plastikflasche ins Publikum. Er ist nun bis zur Verhandlung am 4. April gesperrt.

In der Begründung heißt es: „Der Spieler ist dringend verdächtigt, sich durch sein Verhalten einer groben Unsportlichkeit schuldig gemacht zu haben und auf Grund des Ausmaßes des Fehlverhaltens die vorläufige Sperre zur einstweiligen Sicherung des Sportverkehrs notwendig erscheint.“ (D.R.)

 
 

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