Tierschützer dürfen Zoo Duisburg wegen Delfin-Haltung weiter öffentlich anprangern

Ende März hatte das Wal- und Delfinschutz-Forum am Zoo Duisburg gegen die angeblich nicht artgerechte Haltung von Delfinen in Tiergärten demonstriert.
Ende März hatte das Wal- und Delfinschutz-Forum am Zoo Duisburg gegen die angeblich nicht artgerechte Haltung von Delfinen in Tiergärten demonstriert.
Foto: WAZ FotoPool
Die Tierschützer des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) dürfen Tierparks wie den Zoo Duisburg weiter öffentlich anprangern, weil sie Delfine halten. Das hat das Oberlandesgericht Hamm dem Tierschutzverein zugestanden. Die Kritik genieße den Schutz der Meinungsfreiheit.

Duisburg/Hamm.. Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat dem Hagener „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF) zugestanden, die Delfinhaltung auch weiterhin als kommerzielle Ausbeutung zu kritisieren und Delfinarien-Betreiber wie den Duisburger Zoo öffentlich anzuprangern.

Aussagen des WDSF wie „Delfine leben in viel zu kleinen Käfigen“, „werden für Therapien missbraucht“, „leiden in Gefangenschaft unter Stress“ und „unter katastrophalen Bedingungen“ sind nach dem Urteil des Oberlandesgerichts zulässig und genießen den Schutz der Meinungsfreiheit.

Das OLG bestätigte dem WDSF mit seinem Iserlohner Rechtsanwalt Gerd Schönfelder, dass es der Sinn von Meinungsäußerungen ist, „geistige Wirkung auf die Umwelt ausgehen zu lassen, meinungsbildend und überzeugend zu wirken“, auch wenn die wirtschaftliche Position eines Unternehmens nachteilig beeinflusst wird.

EURE FAVORITEN