Tierpark Kaiserberg in Duisburg bekommt modernes Aquarium

Am Donnerstag wurde im Zoo in Duisburg das neue Riff-Aquarium eröffnet.
Am Donnerstag wurde im Zoo in Duisburg das neue Riff-Aquarium eröffnet.
Foto: WAZ FotoPool
Der Duisburger Zoo rüstet auf: in den letzten Wochen erhielt der Zoo hunderte neue Tiere, darunter einige Meeresbewohner. Viele von ihnen leben nun im dunklen Aquarienhaus und faszinieren mit ihrer Leuchtkraft. Durch modernisierte Lichtanlagen können sogar Mond- und Sonnenlicht simuliert werden.

Duisburg.. Der Zoo Duisburg ist in den vergangenen anderthalb Monaten um 1170 Tiere reicher geworden. Hinter fünf Zentimeter dickem Glas tummeln sich im 25 Grad warmen Wasser rund 47 verschiedene Arten von Korallenfischen.

Betreten Besucher das dunkle Aquarienhaus, werden sie vom leuchtenden Farbengewimmel der kleinen Fische nahezu überwältigt. Orange, violett, hellblau, blasslila, tiefseeblau, türkisgrau schimmernd oder schwarz-weiß gestreift sind die neuen Bewohner des 22.000 Liter fassenden Beckens. Sie lösen damit die Bodenhaie ab, die bis 2009 am Grund des Bassins ein eher eintöniges Dasein fristeten. Neben den Fischen ist auch eine Vielzahl von Korallen zu betrachten, auf denen sich hier und da auch schon Seeigel niedergelassen haben.

Tiere unterstützen sich gegenseitig

„Jedes Tier hat hier seinen Partner“, sagt Zoobiologe Volker Grün. Damit meint er zum Beispiel die Fischart Maiden Grundel und den Pistolenkrebs. „Der Krebs kümmert sich um den Haushalt und baut ein Höhlensystem. Die Maiden Grundel kann sich darin zurückziehen und wacht als Gegenleistung über das Revier“, sagt Grün. Eine solche Symbiose gehen auch „Nemo“, ein Anemonenfisch, und die Anemone ein. So entsteht fast ein kleines Ökosystem. Ganz ohne menschliches Einwirken kommen die Lebewesen aber nicht aus. Vier bis fünf Mal am Tag werden sie mit kleinen Muscheln und Algen gefüttert.

Damit es den über 1000 Lebewesen im Becken richtig gut geht, wurde beim Bau modernste Technik installiert. Das Wasser wird mehrfach gefiltert und mit Kalk und Salz versetzt. „Reines Meerwasser“ strömt dann über einen Wellensimulator ins Becken.

Mondphasen steuern Paarungsverhalten

Doch damit nicht genug: Der Duisburger Zoo kann sich mit der weit und breit modernsten Lichtanalage für Aquarien brüsten. Ausschließlich stromsparende LED-Lampen simulieren den Sonnenauf- und Sonnenuntergang sowie die Mondphasen. „Langfristig wollen wir auch Fische züchten. Die Mondphasen sind wichtig, damit die Tiere wissen, wann die Paarungszeiten anstehen“, sagt Volker Grün. Finanziert wurde das 250.000 Euro teure Projekt allein durch Mittel vom Förderverein. Der Bau des Riffbeckens ist erst der Beginn der Renovierungsarbeiten des Aquariums, das das älteste Gebäude des Zoos ist.

Für „Nemo“, Pistolenkrebs oder Seegurke können auch Patenschaften übernommen werden. Großes Interesse erwartet Volker Grün dafür beim Goldringborstenzahn Doktorfisch, dessen Patenschaft sich als Geschenk zu Hochzeiten anbieten würde. Für Zoodirektor Achim Winkler ist das geschaffene Aquarium „eine Pracht“. Und für alle Besucher ein Ausflug in die Karibik.

 
 

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