Theaterprogramm für die „Duisburger Akzente“ vorgestellt

Die Blechttrommel als Ein-Personen-Stück. Nico Holonics spielt Oskar Matzerath.
Die Blechttrommel als Ein-Personen-Stück. Nico Holonics spielt Oskar Matzerath.
Foto: Brigit Hupfeld waz duisburg
Theatertreffen fasst das Motto „Nah und fern – 300 Jahre Duisburger Hafen“ weit. Premiere von „Bin Nebenan“ und ein Wiedersehen mit der Familie Flöz. Ebenfalls Musik im Programm

Duisburg. „Nah und fern – 300 Jahre Duisburger Hafen“ ist das Programm der nächsten „Akzente“ überschrieben. „Damit knüpfen wir an das Thema Heimat an, denn für viele Duisburger bedeutet auch der Hafen Heimat“, erklärte nun Kulturdezernent Thomas Krützberg bei der Vorstellung des Theaterprogramms. Michael Steindl hat den Hafen-Begriff weit interpretiert. So findet sich eine Version von Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ ebenso im Programm wie die Opernproduktion „Ariadne auf Naxos“ oder „Die Blechtrommel“ als Ein-Personen-Stück.

Zuschauer zu Diskussionen anregen

„Leas Hochzeit“ eröffnet am 27. Februar das Theatertreffen und erzählt vom Hafen der Ehe. Das Gastspiel des Schauspielhauses Bochum gleicht einer Tür-auf-Tür-zu-Geschichte und verhehlt nicht, dass es im Ehe-Hafen auch turbulent zugehen kann. Es ist Leas dritte Hochzeit. Der Holocaust, den die Dichterin wie ihre Figuren überlebt hat, bildet dabei den Hintergrund der Geschichte.

Bei den Akzenten gibt es zudem ein Wiedersehen mit Familie Flöz und ihrem Stück „Haydi.“ „Das Ensemble hat seine Inszenierung noch einmal überarbeitet. Ich habe noch nie so ein lebendiges Theater erlebt. Die Zuschauer haben nach der ersten Aufführung noch lange über das Thema Flucht debattiert“, erklärt Steindl, warum er das Stück noch einmal eingeladen hat.

Mit „Bin Nebenan“ feiert am 5. März eine Inszenierung Premiere, bei der Steindl selbst Regie führt. 2008 hat Ingrid Lausund zwölf Monologe als Buch veröffentlicht, die in Auszügen immer wieder als Material für Aufführungen dienten. Steindl hat sich ein Ensemble aus erfahrenen und jungen Schauspielern zusammengestellt, acht Monologe ausgewählt und sie ineinander verwoben.

Im Westen nichts neues

Als Höhepunkt kündigen die Programm-Macher ein Ein-Personen-Stück an. Nico Holonics vom Schauspiel Frankfurt schlüpft am 11. März in die Rolle des Oskar Matzerath. „Man muss erst warm werden mit dem Stil. Aber dann wütet er über die Bühne, und ehe man sich versieht, sind zwei Stunden rum“, so Steindl. „Eine riesige Schweinerei“ soll die Inszenierung von „Im Westen nichts Neues“ werden, gezeigt vom Schauspiel Hannover. Zunächst ist das Bühnenbild weiß, fast kahl. Doch dann spritzt in dem Kammerspiel die Farbe und macht die Brutalität der Zeit deutlich. Die Aufführungen am 6. und 7. März sind auch für Schulklassen interessant. Insgesamt umfasst das Programm 14 Theaterabende.

Der Vorverkauf für die „Akzente“ beginnt ab sofort. Im Service-Büro des Theaters sind auch wieder Festivalpässe erhältlich. Interessierte können wahlweise drei oder fünf Theaterabende frei wählen und vergünstigt sehen.

Nähere Informationen gibt es unter der Rufnummer 0203/283 62 100.

 
 

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