Duisburg

Terrorschutz in Duisburg: Einbau der neuen Poller verzögert sich – so wird die City für den Weihnachtsmarkt sicher gemacht

Lkw-Sperren wie hier in Rostock soll es zukünftig auch in Duisburg geben.
Lkw-Sperren wie hier in Rostock soll es zukünftig auch in Duisburg geben.
Foto: dpa/Joachim Mangler

Duisburg. Eigentlich sollte Anfang November alles startklar sein, rechtzeitig bevor der Weihnachtsmarkt in der Duisburger Innenstadt los geht.

Statt Wassertanks sollten dann neue, feststehende und versenkbare Sicherheitspoller aus Stahl die Innenstadt zur Terrorabwehr sichern. Dazu haben Bagger bereits in der Mercatorstraße gebuddelt.

Doch die Arbeiten an den Pollern verzögern sich. „Für die festen und versenkbaren Poller gibt es jeweils verschiedene statische Konzepte, die überprüft und aufeinander abgestimmt werden müssen. Hierdurch ergibt sich derzeit ein erhöhter Prüf- und Abstimmungsaufwand, der zu Verzögerungen in der Umsetzung führt“, heißt es in einem Statement der Stadt.

Es fehlten Erfahrungswerte, so Stadtsprecherin Susanne Stölting. Ob die eingereichten Konzepte zu den Pollern den hohen Sicherheitsansprüchen genügen, überprüfte deshalb ein externer Statiker.

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Solange bis die geplanten 139 feststehenden und 17 versenkbaren Poller installiert sind, muss sich die Stadt anderweitig umschauen. Und ist bei mobilen Lkw-Sperren fündig geworden.

Damit reagiert sie auf eine neue Richtlinie, die seit Juli diesen Jahres existiert. Darin heißt es, dass nur noch zertifizierte Systeme als Zufahrtssicherung verwendet werden dürfen.

Die bisher an den Zufahrten zur Duisburger Innenstadt platzierten Wassertanks hätten bei einem Aufprall eines Lkw eine Weiterfahrt zwar abgebremst, nicht aber komplett verhindert. „Im Ernstfall hätten sie einen Warneffekt gehabt und den Menschen ermöglicht, sich in Sicherheit zu bringen“, teilte die Stadt mit.

Die Stadt wird in der nächsten Woche mobile Lkw-Sperren errichten. „Die hätten wir ohnehin anschaffen müssen zur Absicherung bei der Errichtung eines Notdeiches im Hochwasserfall oder bei Veranstaltungen außerhalb des geschützten Innenstadtbereichs“, so Susanne Stölting.

Die Lkw-Sperren sollen bis spätestens zum Weihnachtsmarkt stehen. Parallel dazu laufen weiterhin die Arbeiten an den festen, versenkbaren Pollern. Die Ersten könnten bis zum Weihnachtsmarkt fertig sein.

 
 

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