Zum Praktikum ins Ausland

Die Vorbereitungen für die große Reise nach Irland laufen: Die fünf Schüler des Bertolt-Brecht-Berufskollegs planen derzeit ihr Auslandspraktikum.
Die Vorbereitungen für die große Reise nach Irland laufen: Die fünf Schüler des Bertolt-Brecht-Berufskollegs planen derzeit ihr Auslandspraktikum.
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Fünf Schüler des Bertolt-Brecht-Berufskollegs starten einen Aufenthalt in Irland. Die Vorbereitungen laufen. Die Schüler erwartet ein Sprachkurs und Arbeit in Betrieben vor Ort

Huckingen..  „Es ist die Creme de la Creme, die sich traut“ – ganz einfach, so simpel erklärt es Bärbel Wegener, Koordinatorin für die Schülerpraktika allgemein am Bertolt-Brecht-Berufskolleg (BBBK). Und sie hat recht: Denn die fünf jungen Männer trauen sich etwas, sie haben Großes vor. Ihre Reise startet Mitte März und sie stecken mittendrin in den Vorbereitungen. Das Ziel ist die südirische Stadt Cork. Sie alle freuen sich auf ihr Auslandspraktikum, das sie während ihrer Ausbildung am Berufskolleg absolvieren können und dürfen.

Es zieht Leon Kummer, Dominic Bensch, Mohammed-Amin Köhn, Dominic Knaape und Pasquale Falcone also in die Ferne. Nach einem aufwendigen Bewerbungsverfahren – sie haben sich wirklich etwas getraut, die Fünf – kam die Zusage zu einer Woche Sprachkurs und dem sich anschließenden dreiwöchigen Praktikum in irischen Betrieben. Wo es genau hingehen wird, wo sie arbeiten werden, das erfahren die fünf Berufskolleg-Schüler erst etwa eine Woche vor ihrer Ankunft.

Wettbewerbsvorteil wichtig

„Apple oder Google“ – das wäre ja schon toll. Diese Unternehmen haben beispielsweise einen Standort auf der grünen Insel, in Cork. „Ich würde mich nicht beschweren, zu Apple zu kommen“, sagt Leon Kummer. Der 17-Jährige wird Am Ziegelkamp zum Informationstechnischen Assistenten ausgebildet, genau wie vier seiner Reisebegleiter. Da bietet sich ein Praktikum bei einem Computerkonzern schließlich mehr als an. Auch Mohammed-Amin Köhn wünscht sich den Apfel – doch eigentlich kommt es den Fünfen gar nicht darauf an, wo sie im März und April arbeiten werden, sondern dass sie überhaupt Auslandserfahrung sammeln können. Für den Lebenslauf kann es ja nichts Besseres geben: „Wir als Schule fördern diese Möglichkeit der Auslandsaufenthalte, der daraus entstehende Wettbewerbsvorteil ist ganz wichtig“, sagt auch Bärbel Wegener.

Und für sie alle gilt, was Pasquale Falcone ausspricht: „Ich will vor allem meine Sprachkenntnisse ausbauen“. Aber auch das Arbeiten im Ausland, in einer größeren Gruppe, im Team, reizt die Schüler. „Das ist für sie eine gute Chance, die Sprache zu üben und zu lernen. Schließlich ist Englisch auch Prüfungsfach“, erklärt Monica Sielemann, Koordinatorin für die Auslandspraktika am BBBK.

„Neben dem Spracherwerb ist es aber auch wichtig, zu sehen, wie man im Alltag zurechtkommt“, führt Monica Sielemann fort. Ur­laub sei die eine Sache, ein Praktikum im Betrieb, die Arbeit an der richtigen Stelle, die Organisation des Alltags eine andere. „Die Schüler werden dadurch alle selbstständiger“.

Sie organisieren sich selbst

Stichwort Organisation: Wie sie in vier Wochen Irland so leben werden, das müssen die Fünf alleine regeln. Untergebracht in einem Apartment, so ist zumindest der Plan, werden sie sich selbst verpflegen, müssen regeln, wie sie zu den Betrieben kommen und wieder gehen und außerdem noch ein bisschen von der Insel sehen.

Auf gleich zwei Termine – ganz ab von der kommenden Berufserfahrung – freuen sich die Jungs jedenfalls schon ganz besonders. „Am 17. März ist St. Patricks Day, ein Feiertag, und genau an diesem Tag werde ich 18“, sagt Leon Kummer und lacht dabei. Auch Mohammed-Amin Köhn feiert seine Volljährigkeit auf der Insel, allerdings erst im April. Den 18. Geburtstag in Irland feiern – nicht schlecht für die Jungs, die sich was trauen.

 
 

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