Zeitlich flexible Betreuung gefragt

In der „Krümelkiste“ geht es früh los.  SPD- Landtagsabgeordnete Sarah Philipp schaute sich die Tagespflegeeinrichtung auf dem  Gelände des Klinikums an und arbeitete einen Vormittag lang mit.
In der „Krümelkiste“ geht es früh los. SPD- Landtagsabgeordnete Sarah Philipp schaute sich die Tagespflegeeinrichtung auf dem Gelände des Klinikums an und arbeitete einen Vormittag lang mit.
Foto: WAZ-Fotopool
Die Kindertageseinrichtung „Krümelkiste“ für Kleinkinder bis zu drei Jahren stellt sich auf Berufstätige ein und ist ab 5.30 Uhr geöffnet. Standortvorteil fürs Klinikum. Sarah Philipp (SPD) arbeitet einen Vormittag lang mit.

Wedau.  „Der Duisburger Süden braucht dringend mehr gute Betreuungsplätze für Kleinkinder“, meint Sarah Philipp (SPD) während ihres Besuchs in der Tagespflegeseinrichtung „Krümelkiste“ auf dem Gelände des Klinikums Duisburg. Die Landtagsabgeordnete stellt sich am Dienstag dem Praxistest und arbeitet einen halben Tag lang von 7.30 Uhr bis 13 Uhr mit den Kleinen.

Sie möchte praktische Erfahrungen mit in ihren Alltag im Landtag nehmen, denn nur so lerne sie ihren Wahlkreis noch besser kennen, sagt sie. Gut möglich, dass die Politikerin Neues lernt, ist die Arbeit mit Kleinkindern doch völlig anders als ihre politische Tätigkeit in Düsseldorf.

Anne Glaser, examinierte Kinderpflegerin und Chefin der Krümelkiste, hat die Leidenschaft mit Kleinkindern zu arbeiten, im Jahre 2010 wiederentdeckt. „Jetzt bin ich alt und vor allem ruhig genug, wieder mit Kleinkindern zu arbeiten“, sagt Glaser humorvoll. Ihr merkt man an, dass sie vom Fach ist. Lothar Cretnik, Projektleiter im Klinikum Duisburg, der eng mit Glaser zusammenarbeitet, ist sehr zufrieden mit der „Krümelkiste“.

Ab 5.30 Uhr geöffnet

Cretnik: „Wir haben mit Frau Glaser eine sehr zuverlässige Pädagogin gefunden, die die Lücke an U3-Angeboten im Süden reduziert.“

Anne Glaser hat vor vier Jahren die vorab vom Klinikum ausgestatteten Räumlichkeiten angemietet. Seither kümmert sie sich mit Partnerin Jessica Baum um das gesamte Drumherum. Neben dem lobenswerten Ansatz, die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf zu verbessern, ist aber auch die leidige Frage nach der Wirtschaftlichkeit entscheidend. „Wir wirtschaften gut, sind bis 2015 ausgebucht und planen sogar einen Ausbau. Wir würden uns freuen, wenn wir noch eine weitere Räumlichkeit dazubekommen könnten. Dann können wir endlich die „Krümelkiste 3“ anbieten“, sagt die Chefin.

Zurzeit hat die Krümelkiste zwei Wohnungen (Krümelkiste 1 und 2) angemietet. Dort werden von 5.30 bis 18 Uhr insgesamt 18 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zu drei Jahren von fachlich geschulten Pädagoginnen und Tagesmüttern betreut.

Im Vergleich zu Kindergärten kann die „Krümelkiste“ eine Betreuung in kleineren Gruppen und auch längere Öffnungszeiten anbieten. Auch wird seitens des Klinikums mit dem Kinderbetreuungsangebot geworben. „Wir treten als familienfreundlicher Arbeitgeber auf und können unserem Personal auch einige Kinderbetreuungsplätze anbieten. Ein weiterer Vorteil für unseren Standort“, sagt Projektleiter Cretnik.

 
 

EURE FAVORITEN