Wie ein Fels in der Brandung steht das Gotteshaus da

Huckingen..  Sie ist das höchste Gebäude in Huckingen, die katholische Kirche St. Peter und Paul. Wer sie, wie hier, auf Bildern betrachtet, die rund 30 Jahre auseinander liegen, stellt die große Beständigkeit in ihrem Äußeren fest.

16 Jahre lang, von 1877 bis 1893, wurde an ihr gebaut. Der damals neue Pfarrer Johannes Wilhelmus Sauvage erhielt 1873 den Auftrag, in Huckingen eine neue Kirche bauen zu lassen. Allerdings vergingen vier Jahre bis mit dem ersten Bauabschnitt begonnen wurde. Er entstand um die Vorgängerkirche aus dem Jahre 1767 herum, einer größeren Kapelle, die dafür abgebrochen wurde. Bereits im Jahr danach, 1878, war dieser Rohbau erstellt. Architekt war Josef Schrey aus Duisburg, der Sohn des früheren Huckinger Dorflehrers.

Erst unter Sauvages Nachfolger Wilhelm Heinrich Klaes wurde 1891 weiter gebaut. Als letztes Gebäudeteil entstand der Turm. An Weihnachten 1893 konnte erstmals die Heilige Messe im vollendeten Gotteshaus gefeiert werden.

Probleme mit mangelhafter Ausführung von Bauarbeiten gibt es nicht nur heute. Wie Band 1 des Huckinger Heimatbuches berichtet, war schon beim Bau einer der Rundpfeiler als schadhaft aufgefallen. Es bestand sogar Einsturzgefahr. Die ge­samte Konstruktion musste nachträglich verstärkt werden. Mit solchen Mehrkosten hatte die Gemeinde gar nicht gerechnet. Sie war dadurch stark beansprucht.

Für den Bau der Kirche musste übrigens der damalige Friedhof der Pfarrei aufgegeben werden. Er grenzte direkt an die alte Kirche. An der Raiffeisenstraße weiter nördlich entstand der neue Gemeindefriedhof, den es bis heute gibt. Selbstständige Pfarrei war Huckingen seit 1833. Conradus Schommerz amtierte bis 1842 aber nur als Pfarrverwalter. Erster Huckinger Pfarrer war 1842 Franz Ackermann.

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