Wedauer Kanuslalom-Sportler fährt zu Olympia nach Rio

Jakob Schiffer hat den Weg zu Olympia über seinen Sport gefunden: Er fährt Kanuslalom.
Jakob Schiffer hat den Weg zu Olympia über seinen Sport gefunden: Er fährt Kanuslalom.
Foto: Michael Dahlke
Die Südredaktion hat einen Korrespondenten in Rio: Jakob Schiffer berichtet für uns von den Olympischen Spielen.

Süd.  Die Südredaktion hat einen eigenen Korrespondenten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Unser freier Mitarbeiter Jakob Schiffer fährt zwar nicht als Athlet mit, aber im Rahmen des diesjährigen Olympischen Sommerlagers. Heute startet sein Flieger nach Brasilien. Von dort aus wird er in den kommenden zwei Wochen regelmäßig berichten: von den schönen Seiten des Wettstreits ums Höher, Schneller, Weiter, von Sport und Stimmung ebenso wie von den Schattenseiten: auch Doping und soziale Probleme werden Teil seiner Kolumne „Jakob in Rio“ sein. In dieser ersten Folge berichtet Jakob Schiffer selbst von seinen Vorbereitungen auf die Reise zu den Ringen:

Olympia ist für wahrscheinlich jeden Teilnehmer das größte Highlight seiner Karriere. Jahrelang bereiten sich Sportler aus hunderten Nationen auf dieses Event vor, um auf den Punkt ihre Leistung abrufen zu können. Doch zu Olympia gehören nicht nur die Sportler und ihre Betreuerteams. Auch zahlreiche Helfer und vor allem die Zuschauer machten dieses Sportereignis zu dem, was es heute ist.

Ansporn und Belohnung

Fester Bestandteil der Spiele sind die Olympischen Jugendlager, die seit mehr als 100 Jahren von verschiedenen Nationen veranstaltet werden. Diese Jugendlager sollen überdurchschnittlich engagierten, jungen Sportlern die Möglichkeit geben, olympische Luft zu schnuppern und neue Motivation für weiteres Engagement in ihrer Sportart zu finden. Das olympische Jugendlager ist somit Ansporn und Belohnung zugleich.

Schon zu den letzten Olympiaden schaffte es die Deutsche Sportjugend (dsj), in Zusammenarbeit mit der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) ein eigenes, nationales Jugendlager zu organisieren. Auch in diesem Jahr wird 50 jungen Sportlern eine unvergessliche Erfahrung bei den ersten Olympischen Spielen auf dem südamerikanischen Kontinent in Rio de Janeiro ermöglicht.

Die jungen Sportler blicken auch hinter die Kulissen der Olympischen Spiele

Ich bin einer der Glücklichen, die diese Reise antreten dürfen. Mein Name ist Jakob Schiffer, ich bin 15 Jahre alt und fahre Kanuslalom beim KSV Duisburg-Wedau. Als ich mich vor ungefähr acht Monaten beim Deutschen Olympischen Jugendlager (DOJL) bewarb, rechnete ich ehrlich gesagt kaum mit einer Zusage von Seiten der dsj. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, als plötzlich ein Brief im Briefkasten lag, der mir die Teilnahme bestätigte.

Natürlich wird sich bei meinem Aufenthalt in Brasilien viel um den Sport drehen. Wir werden uns einige Wettkämpfe vor Ort in den Stadien anschauen und auch über die restlichen Sportereignisse auf dem Laufenden sein. Zudem haben wir die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Ereignisse zu werfen. Wir werden zahlreiche Athleten und Sportfunktionäre treffen und mit einigen über aktuelle Themen aus dem Sport diskutieren.

Projekt mit Kindern aus Favelas

Doch wir werden uns auch mit Themen beschäftigen, die nichts mit Sport zu tun haben. So bekommen wir, unter anderem durch Sightseeing-Touren, einen Einblick in die brasilianische Kultur. In diesem Rahmen ist auch ein Projekt mit Kindern aus Favelas in Rio de Janeiro geplant.

Zu guter Letzt bekommen wir als Teil der deutschen Olympiamannschaft auch die offizielle Einkleidung des Teams. So fühlt man sich als ein Teil von Olympia, auch wenn wir bei den sportlichen Wettkämpfen nicht mitmachen.