Verzauberte Ferientage

Ferienspiele im Gemeindezentrum in Duisburg Buchholz zum Thema Harry Potter am 22.08.2011. Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool
Ferienspiele im Gemeindezentrum in Duisburg Buchholz zum Thema Harry Potter am 22.08.2011. Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool
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Buchholz. Gelbe, grüne, blaue und rote T-Shirts hängen zum Trocknen an den Leinen. 65 Kinder haben sie in den Farben von Hufflepuff, Slytherin, Ravenclaw und Gryffindor eingefärbt. Die vier Häuser von der Zauberschule Hogwarts kennt hier jeder.

Im Jugendzentrum „Arlberger“ der Ev. Kirchengemeinde Trinitatis startet wiederholt die zweiwöchige Ferienfreizeit zum Thema „Harry Potter“.

Vor zehn Jahren wurde der erste Roman der britischen Erfolgsautorin Joanne K. Rowling verfilmt. Damals organisierte Zentrumsleiterin Elke Jäger eine zauberhafte Kinderfreizeit, die sie nun, pünktlich zum Erscheinen des siebten und letzten Kinofilms, wiederholen will.

Viele ehrenamtliche Helfer wie der 20-jährige Student Radu am Hufflepuff-Tisch üben Zaubersprüche mit den jungen Hexen und Zauberern ein, betreuen die Sechs- bis Zwölfjährigen und kochen Pizzasuppe für die ganze Bande. Einige der Jugendlichen waren selbst vor zehn Jahren dabei.

In der großen Halle hängen Reisigbesen von der Decke und Spitzhüte liegen an jedem Platz. Nach dem Essen werden die Jungen und Mädchen den ersten Film der Buchreihe ansehen und mit schauspielerischem Können ausgewählte Szenen nachstellen.

Wie im echten Hogwarts gibt es Hauspunkte für die Gruppen, die besonders aufmerksam und leise sind.

„Ich lese gerade den vierten Band! Am liebsten wäre ich im Haus Gryffindor. Oder Hufflepuff, das ist auch okay“, erzählt die zehnjährige Paula. Ihre Freundinnen sind sich ebenfalls einig - das Haus, in dem auch die Hauptfiguren Harry, Hermine und Ron ihre Schulzeit verbringen, ist das Beste.

Am Dienstag, 23. August, fahren die Zauberschüler in den Freizeitpark Kernwasserwunderland nach Kalkar. Dank der bunten Hogwarts-T-Shirts kann niemand seine Gruppe verlieren.

Elke Jäger, im Umhang und mit Hexenhut, erzählt: „Die Kinder werden in den nächsten Tagen noch Zauberstäbe und Wahrsagerkugeln basteln, ganz wie in den Büchern. Zum Abschluss fahren wir drei Tage in eine Jugendherberge in Mönchengladbach. Dafür haben wir ein großes Quidditch-Turnier geplant“.

Für das Endspiel wird in den nächsten zwei Wochen fleißig trainiert. Der Zaubersport auf dem Besen mit den drei Bällen Quaffel, Klatscher und Schnatz erfordert ein wenig Übung. Die runden Tore werden durch Hula-Hupp-Reifen ersetzt und ein knallroter Tennisball dient als goldener Schnatz. Die Mannschaft, die den Schnatz fängt, gewinnt den Hauspokal.

Eine gruselige Nachtwanderung durch den verbotenen Wald wird für spannende Übernachtungen sorgen. Am letzten magischen Schultag im September erhalten die jungen Zauberer ihre Urkunde und feiern Abschied, gemeinsam mit den Eltern in der Jesus-Christus-Kirche. Dann erst starten sie in das neue, wirkliche Schuljahr.

Bis dahin wird im Jugendzentrum an der Arlberger Straße wohl noch viel gelernt, verhext und gezaubert.

 
 

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