Verlassener Fiat Punto sorgt für großen Parkplatz-Ärger

Der silberfarbene Punto blockiert schon seit Monaten einen öffentlichen Parkplatz.
Der silberfarbene Punto blockiert schon seit Monaten einen öffentlichen Parkplatz.
Foto: Schuchardt
Seit Monaten blockiert ein Kleinwagen einen öffentlichen Parkplatz beim St. Anna-Krankenhaus. Der Besitzer ist verstorben, die Erben weggezogen.

Duisburg-Huckingen.. Wer einen Patienten im St.-Anna-Krankenhaus besuchen möchte oder Gast einer ausverkauften Vorstellung im Steinhof ist, kennt das Problem: Parkplatz-Mangel. Von Anwohnern gibt es schon seit längerem Beschwerden, dass ein silberfarbener Fiat Punto einen der heiß begehrten, öffentlichen Parkplätze an der Straße Zum Steinhof belegt – und das seit November 2015.

Mittlerweile sind auch die Reifen platt

Die Hauptuntersuchung ist seit März abgelaufen, und auch die zweimonatige Frist zum nachträglichen Erneuern hat der Wagen längst hinter sich. Mittlerweile sind auch die Reifen platt, und der Heck-Scheibenwischer ist abgebrochen. „Das ist wirklich ein Schandfleck. Das Unkraut wuchert da mittlerweile vor sich hin“, beschwert sich Anwohner Dirk Schuchardt. Unabhängig voneinander haben mehrere Anwohner versucht herauszufinden, warum das Auto den Parkplatz nicht mehr verlässt.

Auf Anfragen beim Straßenverkehrsamt hat sich herausgestellt, dass der Besitzer verstorben ist, seine Erben anscheinend nicht in NRW wohnen und sich offensichtlich nicht um den Wagen kümmern. „Das Problem ist, dass die Stadt das Auto nicht abschleppen wird, wenn sie dann auf den Kosten sitzen bleibt“, mutmaßt Schuchardt.

Aufreger-Thema Nummer eins in der Nachbarschaft

Der silberne Fiat ist das Aufreger-Thema Nummer eins in der Nachbarschaft: „Auf dem Papier steht zwar, dass das St.-Anna-Krankenhaus genug Parkplätze hat, aber die Realität sieht anders aus. Zu Stoßzeiten staut es sich bis zur Bushaltestelle“, klagt Schuchardt.

Die Stadt kann den Ärger zwar verstehen, betont aber, dass das Fahrzeug momentan keine akute Gefährdung darstelle. „Ein Abschleppen können wir daher nicht in Betracht ziehen“, macht Stadtsprecher Falko Firlus klar. Der abgelaufene TÜV sei da kein Argument, solange das Auto nicht gefahren werde.

Das Auto könnte stehen bleiben

Einziger Hoffnungsschimmer für die Anwohner: Sollte der Versicherungsschutz erloschen sein, wäre es rechtlich möglich, den Wagen abzuschleppen. „Derzeit läuft eine Anfrage bei der zuständigen Versicherung“, sagt Firlus dazu.

Zusätzlich versucht das Straßenverkehrsamt, die Angehörigen des verstorbenen Fahrers zu erreichen, um mit ihnen den Fall zu besprechen. Firlus: „Selbst nach einer Umschreibung des Fahrzeugs auf einen Erben könnte das Auto aber auf dem Parkplatz stehen bleiben.“

Den Anwohnern bleibt also nichts anderes übrig, als weiterhin zu hoffen, dass entweder der Versicherungsschutz erlischt oder dass die Erben sich kümmern. Bis es so weit ist, gibt es am St.-Anna-Krankenhaus auf jeden Fall einen freien Parkplatz weniger.

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