Süden, wehr’ Dich

Zu: Neubürger im Süden sollen Duisburger Haushalt sanieren..  Für eine rege Diskussion im Internet hat unsere Berichterstattung über diese Aussage von Oberbürgermeister Sören Link auf dem Neujahrsempfang der SPD Großenbaum/Rahm gesorgt. Ein Leser schreibt dazu: „Ohne Rücksicht auf Landschaftsschutzgebiete werden neue Villen für die gut zahlende Düsseldorfer Gemeinde gebaut. Bäume werden abgeholzt, Felder asphaltiert. Es wird Zeit, dass der Süden sich wehrt.“

Ein anderer betrachtet das Thema mit Sarkasmus: „Attraktiver Wohnraum? Bei dem ständigen Fluglärm?“

Für zwecklos hält dieser User den Plan: „Der Duisburger Haushalt ist nicht mehr zu sanieren. Duisburg braucht den ,Duxit’, einen Schuldenschnitt und den Staatskommissar.“

Zum Taschenrechner rät ein User möglichen Süd-Zuzugs-Interessenten: „Nachdem Hannelore Kraft und Konsorten die Grunderwerbssteuer massiv angehoben haben, sollten Interessenten genau nachrechnen. Dazu kommt eine überproportionale Grundsteuer, zusätzliche, steigerungsfähige und verbrauchsunabhängige Fixgebühren bei Leistungen der stadteigenen Töchter (Wasser, Strom, Gas, Abfallentsorgung etc.).“

Kritik an Stadt und Medien äußert ein Leser so: „Die Stadt genießt seit langem keinen guten Ruf, die Macht der Medien erinnert regelmäßig an den Finanzhaushalt, die verdreckte Stadt und die Love Parade 2010. Wer tauscht denn Landeshauptstadt gegen Duisburg? Die politischen Aktivisten auf dem Foto mit Herrn Link gehören seit Jahren zu den Verantwortlichen der Stagnation in ihrem politischen Verantwortungsbereich.“

Auf Altbauten statt Neubaugebiete sollte die Verwaltung setzen, rät ein User: „Diese potenziellen Neubürger, von denen Herr Link spricht, wohnen gern in sanierten Altbauten. Jedenfalls tun sie das in anderen Städten. Diese Viertel gelten als in, und die gründerzeitliche Struktur sorgt für eine Lebendigkeit, die vielen Neubausiedlungen abgeht. Was macht die Duisburger Politik mit vielen schönen Altbauten? Sie lässt sie verwahrlosen und reißt sie dann ab.“

Um das Grün in der Stadt sorgt sich ein Leser: „Nach dem Motto: alles zubauen. Denken Sie auch mal an die Alteingesessenen? Gerade die Kombination von Industriekultur und Naturschutzgebiet macht Duisburg doch so liebenswert.“

Ein weiterer Kommentar lautet: „Unfassbar, mit welcher Arroganz die Politik die Zerstörung unbelasteter Grünflächen billigend inkauf nimmt und den Willen der Bürger ignoriert.“

Ein düsteres Fazit zieht ein weiterer: „Der Schuss wird nach hinten losgehen. Ein paar wenige betuchte Neubürger im Süden, aber viel mehr steuerzahlende Altbürger werden sich von dieser Stadt abwenden.“

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