Steinhof: das kulturelle Zentrum des Südens

Geschafft – der Steinhof nach dem Umbau,. Das Gebäude ist durch die Beleuchtung im Innenhof gut in Szene gesetzt. Foto:Bürgerhaus Steinhof/Archiv
Geschafft – der Steinhof nach dem Umbau,. Das Gebäude ist durch die Beleuchtung im Innenhof gut in Szene gesetzt. Foto:Bürgerhaus Steinhof/Archiv
Foto: WAZ
Zehn Jahre Förderverein Kultur- und Bürgerzentrum Steinhof: gute Arbeit - großes ehrenamtliches Engagement - ein abwechslungsreiches Programm, das Publikum über die Stadtgrenze hinaus anzieht

Huckingen..  Er ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt Duisburg, dazu gehört er – ob seines Angebotes – auch noch zu den bekanntesten, weit über die Stadtgrenzen hinaus: der Steinhof Duisburg. Ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkt er, wie er so da liegt inmitten von Bahngleisen, Brücken, der Düsseldorfer Landstraße, der Wohnbebauung. Das hufeisenförmige Gebäudeensemble ist seit Jahrhunderten mit Leben, Geschichte, Menschen gefüllt. Die Verantwortung für den aktuellen Steinhof trägt der Förderverein Kultur- und Bürgerzentrum Duisburg-Süd Steinhof Huckingen. In diesem Jahr kann er auf zehn Jahre Wirken seit der Gründung zurückschauen und auch feiern.

„Wir betrachten den Steinhof so, als wäre er unser Zuhause“, sagt Vereinsgeschäftsführer Arno Eich über die Arbeit, die in und um das mittelalterliche Bauwerk von zahlreichen ehrenamtlichen Kräften geleistet wird. Und doch: Der Anfang, er war kein leichter. „Als wir 2005 eingestiegen sind, lag vieles brach. Allein dem Gebäude drohten massive Schäden“, berichtet Eich. Das Ziel war dennoch klar gesteckt: Die Idee eines kulturellen Zentrums sollte wieder aufgegriffen, ja, wieder in Schwung gebracht werden. Es bedurfte neuer Partner, um Gelder zu generieren.

Drei Jahre nach der Vereinsgründung, zuvor musste alles noch einmal sortiert werden, hat der Steinhof seinen Betrieb aufgenommen, mit dem kulturellen Programmangebot, das viele auch heute noch von der Spielstätte in Huckingen kennen. Mittlerweile sagt Arno Eich, nicht ganz ohne Stolz: „In Deutschland kennt man den Steinhof als Veranstaltungsstätte.“ 600 Sitzplätze, knapp 1000 Stehplätze – eine gute Kulisse für Künstler. „Durch die Größe haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in Duisburg“, so Eich.

Mittlerweile gilt der Satz, dass der Rahmen des ganzen großen Steinhof-Projektes nicht nur steht, sondern auch befüllt ist. Dabei geht es dann nicht nur um das Programm, das mit anderthalb Jahren Vorlauf- und Planungszeit verbunden ist, sondern auch um das Drumherum. Der Kulturbereich läuft hauptsächlich mit Hilfe von ehrenamtlichen Kräften. Dann muss man auch mal ein Zuhause-Gefühl haben, bei dem Arbeitsumfang und -aufwand. Es ist ein bisschen so: „Der Süden für den Steinhof.“ Denn nicht nur der Verein Kultur- und Bürgerzentrum Duisburg-Süd Steinhof Huckingen unterstützt, es sind auch die zahlreichen anderen Vereine, wie beispielsweise die Malteser, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Huckingen oder die Karnevalsgesellschaft Duisburger Musketiere.

Das Ziel ist klar gesteckt: „Wir legen unsere Arbeit auf Nachhaltigkeit an, wir alle wollen, dass es den Steinhof in zehn bis 20 Jahren auch noch gibt“, betont Arno Eich. Stichwort Weiterentwicklung: Der Verein hat Pläne. Den Steinhof noch weiter als Event-Location zu stärken, als Raum für Tagungen, Firmenfeiern, private Festivitäten wie etwa Hochzeiten, ist angedacht. „So können wir die Mittel generieren, die uns den Gesamtbetrieb erhalten lassen“, so Eich. Bald soll es auch einen Förderverein geben, um den Kulturbereich weiter zu stärken. Weitere Mitwirkung sei gewollt, als wichtiges Instrument.

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