St. George’s School: Vater kritisiert Stadt

Kritikpunkt: Sperrung der Brücke Am Heidberg während des Schulbetriebs. Die Arbeiten haben in der Woche vor den Ferien begonnen. Sie ziehen sich wahrscheinlich bis zum 23. Juli hin, weil zusätzliche Schäden entdeckt wurden.
Kritikpunkt: Sperrung der Brücke Am Heidberg während des Schulbetriebs. Die Arbeiten haben in der Woche vor den Ferien begonnen. Sie ziehen sich wahrscheinlich bis zum 23. Juli hin, weil zusätzliche Schäden entdeckt wurden.
Foto: Funke Foto Services
„Die St. George’s School stellt für Duisburg eine Bereicherung dar, was meiner Ansicht nach Ihre Stadt mehr als nötig hat“, schreibt der Vater einer Schülerin an Sören Link.

Ungelsheim..  Ein Vater nimmt die Sperrung der Brücke Am Heidberg zum Anlass, sich in einem Brief an den Oberbürgermeister zu beschweren: über die Bauarbeiten zu Schulzeiten und die seiner Meinung nach zu geringe Wertschätzung der Schule von Seiten der Stadt.

Durch die Brückenbauarbeiten ist die Hauptzufahrt zur St. George’s School seit dem 4. Juli gekappt. In dem Brief, der auch der Süd-Redaktion vorliegt, kritisiert der Vater einer Schülerin die Reparatur während des Schulbetriebs, anstatt eine Woche abzuwarten und die Bauarbeiten in den Ferien zu erledigen. Er schreibt von extremer Verkehrsbelastung durch endlose Staus auf der Düsseldorfer Landstraße/Mündelheimer Straße. „All dies muss nicht sein, wenn man eine Baumaßnahme sorgfältig plant.“

Diesen Vorwurf will die Stadt nicht auf sich sitzen lassen. Auf Nachfrage antwortet Anja Kopka, Sprecherin des Oberbürgermeisters: „Mit den Arbeiten musste Anfang Juli begonnen werden, da Anfang August auf der Mündelheimer Straße Kanalbauarbeiten beginnen, die zeitlich ausschreibungsbedingt nicht verschoben werden können.“

Baustelle zeitlich gebunden

Dabei hält sie den großzügig bemessenen zeitlichen Puffer für sinnvoll: „Dass es richtig war, die Maßnahme nicht zu schieben, wird nun umso deutlicher, da nach der Entfernung der obersten Asphaltschicht festgestellt worden ist, dass die darunter befindliche Schutzbetonschicht ebenfalls stark beschädigt ist.“

Ursprünglich sollte die Brücke an diesem Freitag wieder freigegeben werden. Damit hätte man noch gut 14 Tage Spielraum bis zum Beginn der Kanalarbeiten auf der Mündelheimer Straße im August gehabt. Durch die zusätzlich festgestellten Schäden verschiebt sich das Ende der Baustelle auf Samstag, 23. Juli – der zeitliche Spielraum verkürzt sich auf eine Woche.

Für Roland Franz, den Vater, ist der Ärger über die Brücken-Sanierung während des Schulbetriebs nur ein Mosaikstein. Er vermisst grundsätzlich die Wertschätzung von Seiten der Stadt für die internationale Schule: „Die St. George’s School stellt für Duisburg eine Bereicherung dar, was meiner Ansicht nach Ihre Stadt mehr als nötig hat“, schreibt der Vater an Sören Link.

Roland Franz führt weiter aus, dass Eltern, darunter viele „Führungskräfte und Unternehmer“, im Umfeld der Schule Häuser erworben und renoviert hätten und durch regelmäßige Einkäufe, etwa im Edekamarkt auf der Düsseldorfer Landstraße, zum Wirtschaftswachstum beitragen würden.

Dazu die Sprecherin des Oberbürgermeisters: „Die Stadt Duisburg weiß um die Bedeutung der St. George’s School als Teil der Duisburger Bildungslandschaft und hat sich auch sehr um die Ansiedlung bemüht.“ Man versuche, der Schule im Rahmen der Möglichkeiten entgegenzukommen – etwa in Sachen Parkplatz auf dem ehemaligen Minigolfgelände. Am Donnerstag glättete Dezernent Carsten Tum persönlich den Ärger wegen der Brückensperrung in einem Gespräch mit dem Schulleiter.

Kein Pardon im Straßenverkehr

Bei der Verkehrsüberwachung lässt die Stadt allerdings nicht mit sich reden. Roland Franz moniert, „dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes schon angerannt kommen, wenn man am Bürgersteig anhält, um ein Schulkind aus dem Auto zu lassen, was niemanden gefährdet.“

Anja Kopka erwidert: „Leider halten viele Eltern rücksichtslos auf Geh- und Radwegen direkt vor der Schule im absoluten Halteverbot oder in Feuerwehrzufahrten. Dieses Fehlverhalten führt leider zu erheblichen Behinderungen und gefährdet erheblich die Sicherheit vor allem von jüngeren Schülern. Auch resultieren daraus Behinderungen für den fließenden Verkehr.“ Aus diesem Grund soll die strikte Überwachung auf jeden Fall beibehalten werden.

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