Runder Tisch Asyl für Duisburger Süden trifft sich erstmals

Das Gebäude der Hauptschule Beim Knevelshof könnte ab 2019 Raum für Flüchtlinge bieten.
Das Gebäude der Hauptschule Beim Knevelshof könnte ab 2019 Raum für Flüchtlinge bieten.
Foto: WAZ FotoPool
Rund 100 Teilnehmer treffen sich am Donnerstag zum 1. Runden Tisch Asyl für den Duisburger Süden. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Süd..  Wer hilft Flüchtlingen wo im Duisburger Süden? Was für Angebote bestehen überhaupt? An wen kann ich mich wenden, wenn ich selber helfen will? Fragen wie diese soll der 1. Runde Tisch Asyl beantworten, zu dem Bezirksbürgermeister Volker Haasper für den 1. Oktober aufgerufen hat. In seiner Einladung nennt er als Ziel, „neben der Bereitstellung von Wohnraum und den notwendigen Dingen des täglichen Lebens Willkommenskultur zu leben.“ Rund 100 Vertreter aus Politik und Verwaltung, Kirchen und Vereinen sind eingeladen. Eine geschlossene Gesellschaft ist der Runde Tisch aber nicht: Auch interessierten Bürgern steht die Zusammenkunft offen. „Leute, die sich engagieren wollen, sind herzlich willkommen“, sagt Haasper.

Aktuelle Liste mit Angeboten

Ziel des Runden Tisches ist es zum einen, Informationen über die Situation der Flüchtlinge und der Flüchtlingshilfe im Duisburger Süden zu sammeln. Dazu hat der Bezirksbürgermeister unter anderem Sozialdezernent Reinhold Spaniel und Bildungsdezernent Thomas Krützberg eingeladen. Zum anderen sollen die Vertreter der verschiedenen Gruppierungen sich gegenseitig kennenlernen; schließlich kennt auch innerhalb der Kirchen und Vereine nicht jeder das Angebot des anderen. Ein konkretes Ergebnis wird auf jeden Fall am Ende des 1. Runden Tisches stehen: eine aktuelle Liste mit Ansprechpartnern und Hilfsangeboten im Süden.

Alles Weiterere ist offen; fixe Ziele etwa dazu, wie Hilfe, Koordination und Willkommenskultur geleistet und gelebt werden sollen, gibt es nicht. „Wenn sich was entwickelt, entwickelt sich was“, sagt Haasper und ergänzt: „Vielleicht findet sich ja jemand, der das koordinieren will“, zum Beispiel auch mögliche weitere Treffen des Runden Tisches.

Auf Stadtebene hat sich ein Runder Tisch in Sachen Flüchtlingshilfe bereits etabliert, nun wird einer eingerichtet, der sich speziell der Situation in den südlichen Stadtteilen widmet. In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung „kam der Ruf nach einem Zusammenkommen auf“, erklärt Haasper. In seiner Einladung steht noch ein weiterer Grund: Auch hier werde man sich „auf steigende Flüchtlingszahlen einstellen müssen“.

Wo können im Süden weitere Flüchtlinge untergebracht werden? Auch diese Frage dürfte beim Runden Tisch diskutiert werden, wobei Haasper sagt: „Da ist nicht mehr viel zu finden. Wir haben keine großartig leerstehenden Gebäude.“ Das ändert sich allerdings, wenn die Hauptschule Beim Knevelshof spätestens zum Sommer 2019 ausläuft. Dieses Gebäude bringt der Bezirksbürgermeister als eine künftige Möglichkeit ins Spiel, weitere Flüchtlinge im Süden unterzubringen. Die Stadt äußert sich zu dieser Option über einen Sprecher nur nichtssagend: „Die Stadt prüft ständig alle Optionen, die für eine Unterbringung von Flüchtlingen möglicherweise in Betracht gezogen werden können.“ Unterdessen sind die Unterkünfte an der Masurenallee und an der Kaiserswerther Straße „bis auf einige Betten komplett ausgelastet“.

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