Rudelgucken am Sittardsberg, die Erste

Zum Deutschlandspiel werden mehr „Rudelgucker“ als gestern erwartet. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 480 Fans an der Sittardsberger Allee.Foto:Privat
Zum Deutschlandspiel werden mehr „Rudelgucker“ als gestern erwartet. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 480 Fans an der Sittardsberger Allee.Foto:Privat
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Buchholz.  Zufrieden ist Thomas Schenkel nach der Auftakt-Veranstaltung des ersten Public Viewing auf dem Sittardsberg. Schenkel: „Für den Auftakt ist es absolut okay“. Zwar war die Stimmung aufgrund der späten Anstoßzeit nicht gerade überschwänglich. Dennoch sind die rund 155 „Rudelgucker“ voll auf ihre Kosten gekommen. „Ein tolles Spiel für den Beginn einer Fußball-WM“, sagt Michael Asmuß, der auf seiner Geschäftreise im Hotel Sittardsberg abgestiegen ist und sich über das Angebot freut. Ebenfalls begeistert sind Student Jannik Kruppa und seine Bekannte Vanessa Geers. „Es sieht einladend aus und der Standort ist optimal verkehrstechnisch angebunden“, urteilen die beiden Buchholzer.

Perfekter Standort im Süden

Da der Sittardsberg der größte Standort für’s „Rudelgucken“ im Duisburger Süden ist und sehr zentral liegt, hofft der Eventmanager Schenkel bei den deutschen Vorrundenspielen (16., 21., und 26. Juni) auf volles Haus. Für das Portugalspiel am Montag sind bereits 300 Karten verkauft worden, es können jedoch noch 180 Karten erworben werden. Bis zu 480 Fußballfans passen auf das 400 Quadratmeter große Areal, das mit einem Toilettenwagen, zwei Getränke- und Essenständen gut ausgestattet ist und allen Sicherheitsstandards entspricht. Für Schenkel ist das Experiment Public Viewing in erster Linie ein Angebot an die Duisburger im Süden. „Ich plane deshalb am Ende der WM mit einer schwarzen Null. Die Fans sollen unser Public Viewing in guter Erinnerung behalten.“

Gut drauf ist Pang. Die Thailänderin hat die beiden letzen Weltmeisterschaften in Deutschland und Südafrika in sehr guter Erinnerungen behalten und berichtet über ihre WM-Erlebnisse. Pang ist mit ihrer Kollegin aus dem benachbarten Gesundheitszentrum, wo sie im Wellness-Geschäft arbeitet, gekommen. „Fußball schauen ist meine Leidenschaft.“ Sie wird voraussichtlich alle Deutschenlandspiele im „Rudel“ schauen.

Im Brasilien-Outfit ist Claudia Saß erschienen. Sie kann ihr nur beipflichten, denn für die Wanheimerorterin macht „Public Viewing einfach mehr Spaß, als alleine vor der Glotze zu sitzen“. Ihr großer WM-Favorit ist Gastgeber Brasilien, da die Brasilianer „einen mitreißenden Fußball spielen“ und sie seit jeher Sympathien für die gastgebenden Länder hegt. Die Stimmung in Buchholz während der ersten Begegnung einer sicher spannenden WM ist aber eher pro-kroatisch. Die Sympathien für die Osteuropäer konnten den ersten WM-Sieg für die Kicker vom Zuckerhut dennoch nicht verhindern. Brasilien siegt mit 3:1.