Next Level beim Ruhrorter Hafenfest

„Next Level“ probt in Huckingen und bietet am Wochenende besondere Klänge in Ruhrort
„Next Level“ probt in Huckingen und bietet am Wochenende besondere Klänge in Ruhrort
Foto: Funke Foto Services
Die neue Coverband „Next Level“ setzt auf ungewöhnliche Instrumentierungund bietet besonderen Sound

Huckingen..  Eine Sängerin, zwei Gitarren, ein Bass, Keys und ein Schlagzeug – eigentlich eine ganz normale Besetzung für eine Rock- und Pop-Coverband, wäre da nicht Michael Svoboda. Mit seiner Geige verleiht er der neu gegründeten Coverband „Next Level“ eine außergewöhnliche Note, die den Sound der Duisburger Musiker prägt.

Hits aus verschiedenen Jahrzehnten

Im Huckinger Probenraum der Band macht sich das bei der Chartnummer „Firestone“ bemerkbar, die Geige gibt dem Stück einen Teil seines sanften Grundtons zurück, der beim Arrangement für klassische Rockbesetzung zwangsläufig verloren geht. Ganz abgesehen von der ungewöhnlichen Besetzung hangeln sich die sieben Musiker sicher durch die Chart-Hits aus verschieden Jahrzehnten, so auch durch den U2-Klassiker „Still haven’t found“.

Während die starke Stimme von Sängerin Carina Ulrich Bonos Abwesenheit fast vergessen macht, muss sich der geneigte Hörer bei den älteren Nummern erst an die ungewohnte Klangfarbe der Geige gewöhnen, die sich in den neueren Chart-Hits deutlich besser macht. Das Experiment „Rock/Pop mit Geige“ kann dennoch getrost als voller Erfolg gewertet werden, denn so wird selbst die immergleiche Vier-Akkord-Struktur vieler Popsongs ein wenig aufgemotzt.

Der Zufall hat geholfen

Dass die Band überhaupt zueinander gefunden hat, ist zu einem großen Teil dem Zufall zu verdanken. „Ein paar Mitglieder, Karl an der Gitarre und ich zum Beispiel, machen schon 20 Jahre Musik zusammen“, so Bassist Hanjo Buch. Und weil in dieser Zeit fast ausschließlich Covermusik gespielt wurde, sollte auch „Next Level“ in diesem Genre unterwegs sein.

Die neuen Arrangements der bekannten Lieder orientieren sich dabei vor allem am Timbre von Sängerin Carina, dem „Welpen“ der Band, wie Buch sie nennt. Zwischen der 28-Jährigen und dem ältesten Mitglied liegen über 30 Jahre, der guten Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Entdeckt wurde die Sängerin durch Hanjo Buchs Frau. „Ich wurde auf einer Jam-Session gehört und am nächsten Tag klingelte das Telefon“, berichtet Ulrich.

Andere Musiker wurden auf Partys vom Fleck weg rekrutiert, wieder andere über Beziehungen, zum Beispiel über die von Drummer Stefan Tummes. „Keiner wusste, wohin das Schiff fährt“, erinnert er sich. Das aktuelle, 17 Stücke umfassende Repertoire sei aber „relativ bunt“, wie auch Sängerin Carina Ulrich bestätigt.

Die Chemie stimmt

Während die Musiker noch am Tisch sitzen und sich, wie es sich für lange Probenabende gehört, das eine oder andere Bier genehmigen, schraubt (Ton-)Techniker Lothar Wojahn am neuen Mischpult herum. Das alte ist unter den Probeexzessen der Band in die Knie gegangen. Zeit genug also für Hanjo Buch, auch die außermusikalischen Aspekte der Bandarbeit zu betrachten. „Wichtig ist, dass die Chemie stimmt“, sagt er und muss sich darüber sicherlich keine Sorgen machen. Der Umgangston ist herzlich, Kritik wird ohne Umschweife geäußert.

Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bandarbeit also, von der sich alle Musikfans beim Ruhrorter Hafenfest selbst überzeugen können: Am morgigen Freitag, 21. August, spielt „Next Level“ um 18 Uhr auf der Imperial-Bühne ihre erste offizielle Show.

 

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