Neue Bühne für junge Bands im Duisburger Süden

Die „Dinomites freuten sich nach ihrem Auftritt über begeisterte „Zugabe“-Rufe des Publikums.
Die „Dinomites freuten sich nach ihrem Auftritt über begeisterte „Zugabe“-Rufe des Publikums.
Foto: Lars Heidrich
Jam Night im Jugendzentrum an der Arlberger Straße. Dessen Leiterin würde gerne eine Konzert-Reihe starten – wenn das Format gut genug ankommt.

Buchholz.  Aus dem Keller des evangelischen Jugendzentrums an der Arlberger Straße kommen laute Schlagzeug-Geräusche und ein dröhnender Bass. Nach langer Pause fand am Freitagabend eine Jam Night statt. Drei verschiedene Duisburger Bands treten an diesem Abend auf. „Wir wollen jungen Bands eine Bühne geben“, sagt die Leiterin des Jugendzentrums, Isa Dvorak, über die Entstehung der Idee.

Bevor es am Freitagabend losgehen kann, müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden: Während Brezeln aufgebacken, Getränke kalt gestellt und Kabel verlegt werden, ist die erste Band schon beim Soundcheck. „Heroes of Nothing“, also Helden von nichts, nennen sich die fünf jungen Musiker, die Rock-Lieder covern. „Unser Lieblingssong heute Abend ist ,Wake me up’ von Avicii“, verrät der Gitarrist der Band, Max von Häfen. „Ich hoffe, die Leute klatschen und singen mit. Dann macht das auf jeden Fall noch mehr Spaß“, fügt Pia Krajewski, die Sängerin der Band, hinzu. Beim Soundcheck gibt es allerdings noch einige Probleme. Der Bass übertönt Pias Stimme, und zwischendurch ist ein lautes Knarzen zu hören. Max dreht ein paar Rädchen an der Soundanlage, und das Problem ist gelöst. Es kann losgehen.

Eine Leberwurst als Glücksbringer

Fast 70 Gäste finden sich in dem Kellerraum mit den schwarzen Wänden ein und lauschen, als die ersten Takte ertönen. Pia greift zum Mikro und singt mit gefühlvoller Stimme „Price Tag“ von Jessie J. Kurz blinzelt sie zu ihrem linken Fuß. Dort liegt nämlich eine Packung Leberwurst. „Die soll uns Glück bringen“, hat die Sängerin vor dem Auftritt verraten. Warum gerade eine Leberwurst als Talisman – das konnten die Musiker auch nicht so recht beantworten. Der Glücksbringer scheint aber zu wirken: Manche Gäste fangen an zu tanzen, andere klatschen im Takt der Musik.

Nach und nach verringert sich der Sauerstoffgehalt in dem kleinen Raum enorm, und die Temperatur steigt. Das merkt auch der Sänger der zweiten Band: Dinomites. „Hat jemand vielleicht ein Handtuch dabei?“, scherzt Robert Reimann, nachdem er seine langen, braunen Haare im Takt der Musik geschwungen hat. Die vier Bandmitglieder spielen ihre eigenen Hits. „Wir schreiben circa einen Monat an einem Lied. Die Richtung nennen wir Alternative Funk Rock“, beschreibt der 24-jährige Sänger den Musikgeschmack der Band. Der scheint beim Publikum gut anzukommen, denn nach dem letzten Lied ernten die Dinomites begeisterte „Zugabe“-Rufe. „Hier ist echt super Stimmung“, jubelt die 15-jährige Julia aus Großenbaum.

Kommt die zweite Jam Night?

„Das war echt ein cooler Auftritt. Wir würden gerne noch einmal wiederkommen“, betont Robert Reimann nach dem letzten Lied und strahlt. Wiederkommen würde auch die dritte Band des Abends: KultBeats. „Wir finden es super, dass hier im Duisburger Süden auch mal etwas stattfindet“, freut sich der Gitarrist der Band, Tobias Helling.

Auch das Jugendzentrum träumt von einer zweiten Jam Night in naher Zukunft: „Wir hoffen, dass viele davon Wind bekommen und wir eine Reihe starten können“, blickt Isa Dvorak in die Zukunft.

 
 

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