Mit Wambach und Haubach geht’s los

Eine Ansicht den Angerbach entlang der Straße - Am Neuen Angerbach - als Beispiel eines kanalisierten Gewässers in Duisburg Ungelsheim. Foto: Daniel Elke / WAZ FotoPool
Eine Ansicht den Angerbach entlang der Straße - Am Neuen Angerbach - als Beispiel eines kanalisierten Gewässers in Duisburg Ungelsheim. Foto: Daniel Elke / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Süd.. Voraussichtlich 2013 wird an Wambach und Haubach, hauptsächlich auf Mülheimer Gebiet, mit ersten Renaturierungsmaßnahmen zur ökologischen Aufwertung beider Bäche begonnen. Das ist eines der Ergebnisse des dreiteiligen Workshops zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (wir berichteten). Er ging am Dienstag mit einer Abschlussdiskussion zu Ende.

Insgesamt 269 Einzelmaßnahmen an Wambach, Haubach, Rahmer Bach, Dickelsbach und Angerbach waren zusammengetragen und 23 Typen von Maßnahmen zugeordnet worden. Eine ersten Kostenschätzung ergab, dass ingesamt rund 16 Mio € dafür aufgewendet werden müssten, 12,2 Mio € in Duisburg.

Wambach und Haubach sind in ihrem Oberlauf auf Mülheimer Gebiet noch weitgehend naturbelassen. Dort soll deshalb mit Maßnahmen begonnen werden, weil dabei mit geringem finanziellen Aufwand größtmögliche ökologische Wirkung erzielt werden kann. Zu diesen Maßnahmen gehören die Entfernung des Sohle-Ufer-Verbaus und die Verbesserung der Durchlässigkeiten.

Der Vertreter der Bezirksregierung ermutigte die Städte, konkrete Projekte in Angriff zu nehmen. 60 Mio € an Fördermitteln stünden alleine 2012 zur Verfügung. 2011 seien es nur 35 Mio € gewesen. Der Eigenanteil der Städte dabei liege bei nur 20 % .

Bevor damit begonnen werden kann, müssen aber noch der Fischbestand erfasst und der Zustand der Ufer begutachtet werden. Geklärt werden muss noch, wie es in Höhe Saarner Straße zum Trockenfallen des Dickelsbachs kommt, welche Maßnahmen an den Seen selbst für Verbesserungen sorgen und wie mit eingeschleppten Fremdpflanzen, die sich enorm verbreiten, umgegangen wird. Dann sollen in einem zweiten Schritt auch Dickelsbach und Rahmer Bach bearbeitet werden.

Eine Minderheit von Kritikern zeigte sich damit gar nicht zufrieden. Angeführt von Günter Both aus Rahm, plädierte sie dafür, dem Hochwasserschutz Vorrang zu geben: „Das im zweiten Workshop aufgenommene Nebengerinne zum Rahmer Bach ist am Ende wieder entfallen.“ Er musste sich aber sagen lassen, dass der Hochwasserschutz gar nicht Thema der Workshops gewesen sei, sondern die ökologische Aufwertung. Allerdings räumten die Behördenvertreter ein, dass ökologische Verbesserungen ohne Rücksicht auf die Hochwasserverhältnisse sinnlos seien. Deshalb werde der Rah­mer Bach ja auch bald vermessen.

 
 

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