Mit Giraffen-Sprache Konflikte lösen

Andrea Müller
Probten die „Giraffen-Sprache“: Kinder des evangelischen Kindergartens Wanheim. Foto: Tanja Pickartz/WAZ-FotoPool
Probten die „Giraffen-Sprache“: Kinder des evangelischen Kindergartens Wanheim. Foto: Tanja Pickartz/WAZ-FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Friedliches Miteinander hat viel mit Kommunikation zu tun. Die Maxi-Kinder des ev. Familienzentrums Wanheim lernten deshalb die „Giraffen-Sprache“. Kita-Mitarbeiterin Gerlinde Rittich und Nesrin Tunc (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien, RAA) brachten ihnen die gewaltfreie Gesprächsführung nach Marshall Rosenberg bei. Und die ist gar nicht so schwierig. Vier Schritte gilt es einzuhalten, um sich gewinnbringend auseinanderzusetzen. „Erst muss man hingucken, was passiert ist. Danach sagen, wie man sich fühlt und was man braucht und dann eine Bitte aussprechen“, sagt Mel (6), eine der kleinen Teilnehmerinnen. Gefühle differenziert zu äußern, eigene Bedürfnisse zu erkennen und Bitten zu formulieren, war etwas, was die Vorschul-Knirpse allerdings noch üben mussten. Verschiedene Spiele und Aktionen trugen dazu bei. Die Kinder bastelten Schatztruhen für ihre Wünsche, spielten Gefühlsmemory. Oft ging es dabei zweisprachig zu - in Deutsch und Türkisch. Auch die Mütter durften einige Trainingsspiele absolvieren. „Die Haltung zu und die Herangehensweise an Konflikte verändert sich unter den Vorgaben der gewaltfreien Kommunikation“, erklären Rittich und Tunc, die an einer Mediatoren-Fortbildung des Jugendamtes teilgenommen haben. Da auch die Grundschule Wanheim mit der Methode ar­beitet, werden viele Kita-Kinder später erneut auf die „Giraffen-Sprache“ stoßen. Was gar nicht geht, haben sie auf einem Plakat unter „Wolfsgeheul“ notiert: beschimpfen, spotten, miesmachen, drohen...