Lieber Lichterabend statt Weihnachtsmarkt

Adventlicher Lichterabend auf der Münchener Straße: Die Veranstaltung, quasi eine Alternative zum Weihnachtsmarkt. kam gut an.
Adventlicher Lichterabend auf der Münchener Straße: Die Veranstaltung, quasi eine Alternative zum Weihnachtsmarkt. kam gut an.
Foto: Jörg Schimmel
Bürgerverein vermisst den Markt als Treff für Buchholzer. Nachdenken über kleinen Markt vor der Kirche. Lichterabend als Alternative kam gut an

Buchholz..  Der Buchholzer Weihnachtsmarkt ist in diesem Jahr erst einmal gestrichen. Quasi als Ersatz fand jetzt der adventliche Lichterabend auf der Münchener Straße statt. Ob es überhaupt noch mal einen Weihnachtsmarkt in Buchholz geben wird, ist ungewiss.

Kerzen und Lichterketten auf der Straße, in den Geschäften gab’s Glühwein, Sekt und Häppchen. „Das ist super angekommen“, sagt Gabi Scheibe, Mitorganisatorin des Lichterabends am vergangenen Freitag. Die Veranstaltung ist für die Organisatoren, einige engagierte Geschäftsleute, sehr viel einfacher zu stemmen als ein Weihnachtsmarkt. Scheibe: „Bei dem Überangebot an Weihnachtsmärkten muss man schon ordentlich was bieten, um bestehen zu können.“ Eine Aufgabe, die die Händler allein nicht schaffen.

„Ich bedauere sehr, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt gibt“, kommentiert Peter Griebeling. Der Vorsitzende des Buchholzer Bürgervereins befürchtet, dass der Markt 2015 der letzte in Buchholz gewesen sein könnte.

Bürgerverein denkt darüber nach, sich an der Organisation eines Weihnachtsmarktes zu beteiligen

Er will nun mit dem Vorstand des Bürgervereins überlegen, wie man die vorweihnachtliche Tradition auf der Münchener Straße fortführen könnte. „Natürlich gibt es jede Menge Weihnachtsmärkte in Duisburg und Umgebung. Aber für die Buchholzer war der Weihnachtsmarkt auf dem Norbert-Spitzer-Platz ein ganz wichtiger Treffpunkt“, meint Griebeling.

Er kann durchaus nachvollziehen, dass die Organisation von Veranstaltungen wie einem Weihnachtsmarkt eine große Belastung für die Kaufleute ist. Nun will der Buchholzer darüber nachdenken, ob sich der Bürgerverein künftig bei der Organisation einbringen kann: „Aber allein kriegen wir das nicht hin, dafür ist die Veranstaltung eine Nummer zu groß.“ Die Kaufmannschaft müsste mitziehen. „Es macht Sinn, dass die Geschäfte auf der Münchener Straße geöffnet sind. Dann wirkt alles gleich viel belebter“, meint der Mann vom Bürgerverein.

Es fehlen die finanziellen Mittel

Zwar hat der Verein Erfahrung mit der Organisation von Veranstaltungen, etwa dem Marathon. Aber es fehlen die finanziellen Mittel. „Wir haben 200 Mitglieder, die acht Euro Jahresbeitrag zahlen. Davon kann man keine Hütten oder irgendwas anmieten“, so Griebeling.

Er will sich jetzt die Weihnachtsmärkte in anderen Stadtteilen im Süden anschauen und das Gespräch mit den Vorsitzendenden der Bürgervereine suchen, die sich an diesen Märkten beteiligen. Der Großenbaumer Markt zum Beispiel gefällt ihm gut.

Der Lichterabend soll im nächsten Jahr wiederholt werden

Für Buchholz könnte er sich einen Weihnachtsmarkt vorstellen, der eine Nummer kleiner ausfällt als gewohnt. „Vielleicht kann man auf den Kirchenvorplatz wechseln. Wenn dort vier, fünf Buden aufgestellt sind, ist es gemütlich. Auf dem Norbert-Spitzer-Platz würde sich das natürlich verlieren. Da kommt dann keine Atmosphäre auf.“ Und das Ziel, den Buchholzern einen stimmungsvollen Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit zu bieten, wäre auch mit der abgespeckten Version erreicht.

Falls nichts aus den Plänen wird: Der adventliche Lichterglanz soll nach Worten von Gabi Scheibe auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederholt, ja sogar ausgebaut werden. Die Chefin der Buchhandlung „Was Ihr wollt“ könnte sich zum Beispiel ein kleines musikalisches Programm vorstellen.

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