Keniastraße: Erfolgreiches Beispiel für Strukturwandel

Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv

Großenbaum.  27 Jahre sind vergangen, seit Helmut Kaiser aus Wanheim von der Zimmerstraße in Buchholz aus, mit Blick in Richtung Süden, ein Foto von der Brachfläche der ehemaligen Hahnschen Werke schoss. Die gleiche Aufnahme ist heute gar nicht mehr möglich, weil das Areal inzwischen zugebaut ist. Der Gewerbepark Keniastraße ist damit ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel in Duisburg.

Fast 100 Jahre lang, von 1890 bis 1983, wurde hier Stahl erzeugt bzw. weiterverarbeitet. Mitte der 1920er Jahre beschäftigten sie 3500 Menschen. Ein Jahrzehnt später mussten die jüdischen Eigentümer das Werk an Mannesmann verkaufen, kehrten erst nach 1945 als Mehrheitsgesellschafter wieder zurück. Aber die Bedeutung der Vorkriegszeit erreichten Stahl- und Walzwerk nicht mehr. Bedeutender Nachteil war der fehlende Anschluss an den Rhein. Am 20. Juli 1983 endete die Produktion. Ab etwa 1990 konnten hier dann Gewerbebetriebe angesiedelt werden. Der bekannteste von ihnen ist bis heute der Media-Markt geblieben. Zusammen mit dem südlich anschließenden Gewerbegebiet an der Albert-Hahn-Straße wurden seit dem zeitweise bis zu 1500 Menschen wieder beschäftigt, immerhin halb so viele wie zu den Zeiten der Schwerindustrie.