Kein offener Seniorentreff mehr

Martin Kleinwächter
Freuen sich ab 2. Januar auf Senioren in ihrer Einrichtung: (v.l.) Ulrike Boos, Sabine Johann und Pfarrerin Anke Bender.Foto: Sinan Sat
Freuen sich ab 2. Januar auf Senioren in ihrer Einrichtung: (v.l.) Ulrike Boos, Sabine Johann und Pfarrerin Anke Bender.Foto: Sinan Sat
Foto: WAZ FotoPool

Großenbaum.  Senioren, die in Großenbaum tagsüber Unterhaltung suchen, müssen sich ab 2. Januar umorientieren. Die Evangelische Kirchengemeinde übernimmt das örtliche Begegnungs- und Beratungszentrum (BBZ) in ihr Gemeindehaus an der Lauenburger Allee. Die Fliedner-Stiftung als bisheriger Träger nutzt den Treffpunkt an der Straße Zu den Wiesen 50 künftig anders. Aber einen offenen Treff für Senioren wird es dann nicht mehr geben. Nur stunden- oder tageweise wird das künftig möglich sein. Dagegen werden dort ebenso vielfältige Beratungs- wie Gruppenangebote stattfinden.

Nicht nur für Gläubige

Für die Beratungsdienste hat die Gemeinde Sabine Johann verpflichtet, bislang Vize-Leiterin der Sozialstation Süd der Diakonie. Die Organisation der geselligen Aktivitäten liegt dagegen in Händen von Diakonin Ulrike Boos.

„Wir sind immer schon offen für die verschiedensten Kulturen und Religionen“, betont Pfarrerin Anke Bender. Deshalb sehe man das Angebot des BBZ auch als willkommene Erweiterung. Gruppenangebote, die es bislang hier schon gibt, werden künftig mit Aktivitäten, die bislang im Fliedner-BBZ liefen, zusammengefügt. So trifft sich schon heute regelmäßig eine Gruppe für geistig Behinderte im Gemeindehaus. Auch die Anonymen Alkoholiker haben hier ihre Bleibe. Und jeden Montag öffnet von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr das „Kaffeestübchen“ mit Vorträgen, Spielen und Singen, Gedächtnistraining oder Gesprächen. Hinzu kommt das „Café Gingko“ für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Es öffnet jeden zweiten und vierten Donnerstag eines Monats von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Umziehen wird auch der Gesprächskreis für pflegende Angehörige, der jeden dritten Mittwoch von 15 bis 17 Uhr tagt.

Ganz neu geplant sind ab Januar Kurse in Sitzgymnastik, ab Februar in Malerei und nach Ostern im Umgang mit dem Computer. Zumindest einmal in der Woche soll es einen Mittagstisch für Senioren geben. Angebote zu Ausflügen und Geselligkeit gibt es außerdem.

Dazu stehen ein Beratungsraum im Pfarrbüro und zwei Mehrzweckräume im Gemeindehaus selbst zur Verfügung, letztere auch barrierefrei erreichbar. Nur die behindertengerechte Toilette fehlt noch.