Kampf um die „Nofrötöte“

am Samstag, den 12.03.11 zeigte Neues Kirchentheater, die Theatergruppe der ev. Kirche in Duisburg Buchholz ihr Stück -Diese Kunstbanausen- Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool
am Samstag, den 12.03.11 zeigte Neues Kirchentheater, die Theatergruppe der ev. Kirche in Duisburg Buchholz ihr Stück -Diese Kunstbanausen- Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool
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Wedau. Mit der Komödie „Diese Kunstbanausen! Oder: Oh, diese Künstler“ von Beate Irmisch geht die Theatergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis nun schon in ihre dritte Spielsaison. Am Samstag fand im Gemeindehaus auf der Arlberger Straße die bis auf wenige Plätze ausverkaufte Premiere des Stücks statt.

Nachdem die Theatergruppe bereits in den vergangenen zwei Jahren große Erfolge verzeichnen konnte, wählten die Mitwirkenden nun den Namen „Buchholzer Bühne“ für ihr Projekt, das sich mittlerweile zu einer festen Institution der Gemeinde Buchholz entwickelt hat. Bereits im Sommer begannen die Darsteller mit der Suche nach einem geeigneten Drehbuch, im September fanden die ersten Sprechproben statt. Da das Gemeindehaus jedoch als Ersatz für die sich im Umbau befindliche Jesus-Christus-Kirche diente, konnten die Proben erst ab Januar auf der eigentlichen Bühne stattfinden.

Die schwierigsten Szenen seien die, bei denen sie in Ohnmacht fallen müsse, so Jutta Müller, die die Frau des Künstlers Ernst Pinsel spielt. Regie führt die Leiterin des Jugendzentrums Arlberger, Elke Jäger, die gleichzeitig die Rolle von Ernsts Schwiegermutter Traude Hebel verkörpert. „Natürlich geht es bei uns trotzdem demokratisch zu, denn alle Mitwirkenden sollen am Ende mit dem Ergebnis zufrieden sein“, so Gemeindepfarrer Björn Hensel, der ebenfalls als Schauspieler mitwirkt.

Hauptfigur der Komödie ist der Malermeister und Hobbykünstler Ernst Pinsel, gespielt von Uwe Fischer. Er und seine Frau Johanna sind hoch verschuldet und bekommen regelmäßig Besuch von Gerichtsvollzieher Heino Kuckuck, dargestellt von Günter Kries, der nebenbei ein Auge auf Johanna geworfen hat. Ernst, der sich selbst auch gerne Ernesto Pinselo nennt, ist besessen von der Idee, seine Schulden durch den Verkauf seiner Werke zu begleichen, jedoch machen ihm die Galeristen Gernot und Lilo Schnakenköter (Danny Kraker und Verena Linden) zunächst ein äußerst schlechtes Angebot.

Selbst von seiner Schwiegermutter Traude bekommt Ernst regelmäßig zu hören, wie furchtbar seine Bilder und vor allem sein neustes Werk, die Nofrötöte seien. Da bringt ihn sein bester Freund Herbert, gespielt von Jürgen Seidel, auf die Idee, seinen großen Vorbildern nachzueifern, deren Werke erst nach ihrem Tod an Wert gewannen. So beschließt Ernst, seinen eigenen Tod zu inszenieren und den Preis seiner Bilder dann als russische Millionärin verkleidet in die Höhe zu treiben. Obwohl zunächst alles nach Plan läuft, verliert der ehrgeizige Künstler bald die Kontrolle über die Geschehnisse und so kommt es schließlich zu einem turbulenten Kampf um die „Nofrötöte“.

 
 

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