Kabarettist Horst Schroth erklärt: So geht Beziehung

Horst Schroth erklärte Männern, wie sie sich auch in Beziehungsgesprächen nicht um Kopf und Kragen reden.
Horst Schroth erklärte Männern, wie sie sich auch in Beziehungsgesprächen nicht um Kopf und Kragen reden.
Foto: Jochen Balke
Wenn Frauen fragen, wird’s für Männer schwierig: Kabarettist Horst Schroth gab in der Klinik-Kultur nicht ganz ernst gemeinte Antwort-Ratschläge.

Buchholz..  Klinik-Kultur-Chefin Monika Langenberg kündigte den Kabarettisten Horst Schroth als einen professionellen Berater an, der genau weiß, wie Frau und Mann ticken. Am Donnerstagabend gastierte der mehrfach preisgekrönte Gesellschafts-Kabarettist in der ausverkauften Klinik-Mehrzweckhalle.

Schroth gab seinen Geschlechtsgenossen in seinem mehr als zweistündigen, hochamüsanten Programm die eine oder andere bedeutsame Hilfestellung. Wichtig sei, die „gefährlichen Fallstricke“ zu erkennen, die hinter eigentlich harmlosen Fragen der Herzallerliebsten lauern. Ganz hoch im Ranking steht dabei die Frage: „Fällt dir nichts auf?“ Schroth empfiehlt, bevor Mann sich um Kopf und Kragen redet, die Antwort: „Klar, Du hast abgenommen.“ Damit sei Mann immer auf der richtigen Seite, auch wenn die Holde eigentlich etwas anderes hören wollte.

Rumeiern sollte man auch nicht bei den immer wiederkehrenden Fragen „Liebst du mich?“ oder „Findest du mich zu dick?“ Die richtigen Antworten wurden vom (männlichen) Publikum zum besseren Einprägen auch direkt trainiert. „Ja“ und „Nein“ schallte es nach Aufforderung stimmgewaltig durch den Saal.

Kein Heiratsantrag? Eine seltsame Krankheit ist schuld.

Die Frage „An was denkst du?“ sei allerdings für Männer schon schwieriger zu beantworten. Frauen würden einfach nicht verstehen, „dass Männer sehr gut an nichts denken können“. Eine spezielle Männerkrankheit sei auch die „Aussprechsperre“, wie Schroth er­läuterte. Da warten Frauen nach langjähriger Beziehung oftmals verzweifelt darauf, dass ihnen nun endlich ein Heiratsantrag gemacht wird. Dass das nicht geschieht, sei dieser speziellen Erkrankung geschuldet, so der 66-Jährige.

Auch plötzlich anberaumte Beziehungsgespräche sind den Männern geradezu ein Gräuel. Schroth berichtete von Frauen, die dazu extra eine Kreuzfahrt arrangiert haben, denn „da kann er nicht weg“. Der Kabarettist riet Frauen, eine neue Frisur nicht überzubewerten, dass sei zudem „rausgeschmissenes Geld“, denn Männer achten bei Frauen eh nur auf „den Hintern und den Busen“. Oder hat sich ein Mann schon mal so über eine Frau geäußert: „Haste gesehen, die Jenny hat aber eine tolle Frisur“, fragte der Kabarettist die mehr oder weniger versteckt schmunzelnden Männer im Saal.

Nicht nur Monika Langenberg kam einiges „schon sehr bekannt vor“. Auch der 16-jährige Florian, der zusammen mit seiner Mutter beim Kabarettabend dabei war, wurde von Horst Schroth eindringlich darüber aufgeklärt, was Heirat bedeutet: „Die Frau ist dann immer da, das musst Du wissen!“

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