In der BGU auf der Suche nach dem Richtigen

„La Signora“ alias Carmela De Feo überzeugte das Publikum in der BGU mit ihrem  neuen  Programm „Träume und Tabletten“. Foto:Lars Heidrich
„La Signora“ alias Carmela De Feo überzeugte das Publikum in der BGU mit ihrem neuen Programm „Träume und Tabletten“. Foto:Lars Heidrich
Klinikkultur mit „La Signora“. Ruhrpott-Kabarettistin trauert alten Macho-Zeiten nach

Buchholz..  „La Signora“, die urkomische Bühnenfigur der Oberhausenerin Carmela de Feo, war mit ihrem Solo-Programm „Träume und Tabletten“ bei der Klinikkultur der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik zu Gast. Seit Jahren ist sie auf der Suche „nach dem Richtigen“. Gefunden hat sie ihn offensichtlich immer noch nicht.

Ob die an den männlichen Teil der Besucher gerichtete Aufforderung der Klinikkultur-Chefin Monika Langenberg, sich bei Interesse zu melden, erfolgreich war, bleibt das Geheimnis des zierlichen und urkomischen „Durchlauferhitzers der Liebe“. Mit der neuen „Weicheier-Männergeneration“ kann „La Signora“ allerdings überhaupt nichts anfangen. „Statt ‘ne Mauer einzureißen, kochen die ein Drei-Gang-Menü“, trauert die „schwarze Witwe“ alten Macho-Zeiten nach, als die „Kerle noch nach Motoröl“ gerochen haben.

Die Gäste in der ersten Reihe dürfen bei Carmela de Feo nicht zimperlich sein, werden immer wieder Teil des Programms. Anweisungen wie „Junge, setzt dich gerade, oder willze Glöckner werden?“ gehören zu den harmlosen Bemerkungen.

Auch ihre musikalischen Beiträge mit Akkordeon überzeugen. Kein Wunder, die quirlige Kabarettistin hat das Akkordeonspiel an der Essener Folkwangschule ganz seriös studiert. Bis „La Signora“ dann irgendwann „ihren Prinzen“ gefunden hat, geht sie ihrer neuen „Geschäftsidee“ nach, einem „Escort-Service für Hässliche“. Ihre Rolle ist dabei klar definiert, denn „neben mir sieht jede Schabracke aus wie Prinzessin Lillifee“. Zahlreiche Anfragen aus dem Hochadel lägen bereits vor, allerdings sei ihr die von Prinz Charles schon irgendwie suspekt. Da sieht sie sich dann selbst gefährdet, „bei seinem Hang zum Absonderlichen“. Und wenn das liebestolle Energiebündel ihr Programm noch mit alten italienischen Weisheiten wie „Eine weich gekochte Nudel krisse nie mehr hart“ würzt, brechen alle Dämme. Entsprechend frenetisch war der Schluss-Jubel.

 
 

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