Geschäftsleute leiden unter Großbaustelle in Huckingen

Ein Abschnitt der Mündelheimer Straße ist seit ein paar Tagen bis auf Weiteres nur einspurig zu befahren.
Ein Abschnitt der Mündelheimer Straße ist seit ein paar Tagen bis auf Weiteres nur einspurig zu befahren.
Foto: Michael Dahlke
Die Kanalbauarbeiten auf der Mündelheimer Straße machen sich bei den Ladeninhabern schon jetzt negativ bemerkbar. Sie hoffen auf ihre Stammkundschaft

Duisburg-Huckingen..  Seit vergangener Woche ist die Mündelheimer Straße eine Einbahnstraße. Aufgrund von Kanalbauarbeiten wird sich daran bis voraussichtlich 2018 auch nichts ändern. Ladenbetreiber klagen schon jetzt über weniger Kunden. Für viele sei eine deutliche Veränderung spürbar. Sie befürchten, dass der Umsatz deutlich zurückgehen könnte. Und setzen daher umso mehr auf treue Stammkunden.

Von den Arbeiten betroffen sind die Mündelheimer Straße und zwei Seitenstraßen. Noch während die Kanalbauarbeiten laufen, soll schon die nächste Baustelle beginnen: Wo die Kanalarbeiten abgeschlossen sind, beginnt der Straßenbau: Ab Januar 2018 bekommt die Mündelheimer Straße eine neue Fahrbahn. Im März soll alles fertig sein.

Gelegenheitskäufer kommen seltener vorbei

„Das ist eine lange Zeit“, findet Thorsten Slizewski, Geschäftsführer des Elektrofachgeschäfts Euronics Haas. Dort ist man alles andere als begeistert von der aktuellen Situation. „Die Straße ist zwar erst seit einigen Tagen einspurig, aber es ist schon ein deutlicher Unterschied spürbar“, sagt Slizewski und ergänzt: „Wir haben weniger Kundschaft.“ Entsprechend zähneknirschend blickt man in die Zukunft. Natürlich könne er verstehen, dass die Straßenarbeiten gemacht werden müssen – dass es keine Entschädigung für die Geschäfte gibt, sei allerdings schade. „Im Moment ist es so, dass die Kunden, die mal eben für eine Batterie anhalten und dann weiter fahren, seltener kommen. Aber die Stammkunden kommen weiter zu uns und nehmen auch einen Umweg in Kauf“, sagt Slizewski.

Nur ein paar Häuser weiter erwartet Wolf-Dieter Müller, Chef der Süd-Apotheke, dass sich die Situation im Laufe der nächsten Monate verschlechtern wird. Schließlich ist der Bereich vor der Apotheke noch nicht einspurig zu befahren. „Noch kommen unsere Kunden, aber man weiß nicht, wie es mit der Zeit wird. Bald wird es auch hier einspurig sein. Vielleicht ist es vielen doch zu viel Mühe und sie fahren anderswo hin“, so Müller.

Parkplatz an der Apotheke kann weiter genutzt werden

Positiv sei allerdings, dass der große Parkplatz vor der Apotheke weiter genutzt werden kann: „Ich habe mit den Wirtschaftsbetrieben gesprochen. Es wird dort kein Bauschutt abgelagert, Kunden können dort weiter parken.“

Relativ gelassen blickt hingegen Bettina Schröter in ihrem Nagel- und Kosmetikstudio den nächsten zwei Jahren entgegen. Sie hat viele Stammkunden, eine große Anzahl davon kommt ohnehin zu Fuß. „Die vielen älteren Kunden kommen nicht mit dem Auto. Außerdem warne ich alle vor und erkläre bei der Terminabsprache die Situation“, sagt sie. Wer doch mit dem Auto kommt, findet außerdem auf dem Hof Stellplätze. Sie selbst ist aber insofern betroffen, dass sie für Außentermine nun mehr Zeit einkalkulieren muss. „Wenn ich Hausbesuche mache, werde ich wohl künftig das ein oder andere Mal auf mein Auto verzichten“, sagt sie.

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