Feuer bei der Feuerwehr in Duisburg-Huckingen - Mannschaftswagen ausgebrannt

Der ausgebrannte Feuerwehr-Mannschaftstransporter.
Der ausgebrannte Feuerwehr-Mannschaftstransporter.

Duisburg.. Einsätze in eigener Sache hat keine Feuerwehr gerne, obwohl die Berufsfeuerwehr vor Jahren schon einmal ihre nagelneuen Mannschaftsräume an der Wintgensstraße löschen musste. Pfingstmontag war ihr Gerätehaus am Steinhof betroffen. Ein Mannschaftsfahrzeug brannte aus, ebenso der Carport, der sie beherbergte, und auch das Dach des benachbarten Gerätehauses wurde in Mitleidenschaft gezogen.

„Ab 19.53 Uhr gingen die Brandmeldungen ein“, berichtet ein Feuerwehr-Sprecher. Die Löscheinheiten Buchholz und Duissern der Berufsfeuerwehr rückten an, ebenso der betroffene Löschzug Huckingen/Großenbaum-Rahm der Freiwilligen Feuerwehr, zusammen über 40 Mann. „Das Feuer war schon in den Dachstuhl des Gerätehauses gezogen“, so der Sprecher weiter. „Dank des schnellen Eingreifens konnte ein ausgedehnter Dachstuhlbrand aber verhindert werden.“

Erst vor zwei Jahren hatte der Löschzug einen neuen Renault-Kleinbus als Mannschaftsfahrzeug bekommen. Er war in einem Carport seitlich neben dem Gerätehaus untergebracht, da dafür im Gerätehaus selbst kein Platz ist. Der Kleinbus brannte aus und wurde abgeschleppt.

Immerhin konnte die Polizei am Dienstag erste Angaben zur Ursache des Feuers machen. „Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich ein Komposthaufen auf dem Nachbargrundstück entzündet“, so Polizei-Sprecherin Daniela Krasch. Von dort aus sei das Feuer auf den Carport übergegriffen. Auch an einem Unterstand auf dem Nachbargrundstück richtete das Feuer Schaden an. Wieso der Komposthaufen brannte, dazu dauern die Ermittlungen noch an.

Ebenfalls offen war, ob die Freiwillige Feuerwehr ihr Gerätehaus weiter benutzen kann. „Einige Dachbalken sind stark angebrannt“, berichtete Zugführer Rolf Schmidt, der Pfingstmontag bei den Löscharbeiten hinzu kam. „Im Augenblick sind wir noch voll einsatzfähig“, so Schmidt. Der Mannschaftstransporter diente hauptsächlich für innerdienstliche Besorgungen, Fahrten zu Ausbildungsstätten oder für die Jugendfeuerwehr. „Hoffentlich müssen wir nicht monatelang auf Ersatz warten.“ Die beiden Löschfahrzeuge, die für Einsatzzwecke zur Verfügung stehen, konnten am Pfingstmontag rechtzeitig aus dem Gerätehaus herausgefahren werden.

Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Feuerwehr übrigens auf einen höheren fünfstelligen Betrag.

35 Aktive zählt der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr. Erst vor einigen Jahren waren seine zusätzlichen Standorte Großenbaum und Rahm aufgegeben worden. Zwei Löschfahrzeuge waren abgegeben worden - gegen den Mannschaftstransporter. Nach Angaben von Zugführer Rolf Schmidt rückt der Löschzug etwa 20 Mal im Jahr aus: immer dann, wenn mindestens zwei Löscheinheiten der Berufsfeuerwehr nach Hüttenheim, Ungelsheim, Großenbaum, Rahm und Huckingen alarmiert werden.

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