Feierliches Flair am Feuer

Das Feuer in Mündelheim war dieses Jahr das erste, das aufloderte.Foto:Fabian Strauch
Das Feuer in Mündelheim war dieses Jahr das erste, das aufloderte.Foto:Fabian Strauch
Traditionelle Osterfeuer locken im Duisburger Süden viele Besucher an. Bei Tee, Ostereiern und Stutenhasen kommen die Kirchenbesucher ins Gespräch.

Süd..  Bei den Mündelheimern brannte dieses Jahr das Osterfeuer zuerst. Schon um 19 Uhr steht am Samstag Peter Klein von der freiwilligen Feuerwehr vor der Kirche der katholischen Gemeinde St. Dionysius und stapelt die Holzstücke. Er zündet den Haufen an, wartet, bis die ersten Flammen auflodern und legt noch Holz hinzu. Der Mündelheimer macht das schon seit dreißig Jahren und passt während des gesamten Abends auf das Feuer auf: „Das ist nach so langer Zeit schon Routine.“

Klein, aber fein – so lautet die Devise des Mündelheimer Osterfeuers. Wegen des Windes und der umstehenden Häuser darf das Feuer nicht zu groß werden. „Das feierliche Flair ist ja trotzdem da“, sagt Kathleen Kroß aus Rheinberg dazu. Schon seit Jahren kommt sie mit ihrem Ehemann zu Ostern in die Mündelheimer Kirche, in der das Paar damals getraut wurde. Wie jedes Jahr haben die beiden ihre eigene Osterkerze mitgebracht. Tradition also.

Nach der Messe bleiben die Kirchbesucher noch, um den Abend bei heißem Tee, Glühwein und Ostereiern ausklingen zu lassen. „Das gemütliche Beisammensein ist immer das Schönste“, findet die Buchholzerin Christina Löttgen.

Das Ende der Fastenzeit

Um 22 Uhr brennt auch das Osterfeuer bei der evangelischen Versöhnungskirche in Großenbaum. Fast alle der 100 Messebesucher bleiben noch da und genießen das circa zwei Quadratmater große Feuer bei Tee und Brezeln. Dieses Jahr wurde während der Messe sogar ein Jugendlicher getauft.

Vor der katholischen Kirche St. Joseph wurde um 21 Uhr zunächst ein kleines Feuer entzündet, an dem die große Osterkerze und die vielen kleinen Osterkerzen der Kirchenbesucher angezündet wurden, so dass Licht in die dunkle Kirche gebracht wurde. Nach dem Gottesdienst versammeln sich die Wedauer am Osterfeuer, das mit etwa drei Quadratmeter viel Wärme und Licht spendet. Passend zu Ostern gibt es Stutenhasen und Ostereier. Um die 50 Leute sind um 23 Uhr noch da und kommen ins Gespräch. Die Wedauerin Margreth Gebhardt hat während der Fastenzeit auf Alkohol und Süßes verzichtet. Beim Osterfeuer genießt sie endlich wieder ein Glas Wein.

„Das Osterfeuer ist ein Zeichen dafür, dass es weitergeht. Die Freude und das Licht werden nach draußen getragen“, sagt Altpastor Goeke.

Und tatsächlich ist die Stimmung sehr gut. Die Besucher genießen das trockene Wetter bei gemütlicher Atmosphäre in allen Stadtteilen.

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