Ein Supermarkt neben dem Wedauer Bahnhof

Ein Supermarkt neben dem Bahnhof Wedau: Diese Idee gefällt Eigentümer Rauwest. Das Geld aus dem Grundstücksverkauf könnte in die Sanierung fließen.  Foto: Stephan Eickershoff
Ein Supermarkt neben dem Bahnhof Wedau: Diese Idee gefällt Eigentümer Rauwest. Das Geld aus dem Grundstücksverkauf könnte in die Sanierung fließen. Foto: Stephan Eickershoff
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Der Bürgerverein unterstützt die Idee des Immobilienbesitzers Rauwest. Die Stadt hat andere Pläne.

Wedau/Bissingheim. Einen Supermarkt mit umfangreichem Sortiment neben dem alten Wedauer Bahnhof wünscht sich Bernd Piplack. „Die Pläne liegen schon in der Schublade. Das Entwicklungsbüro Gaschler konnte einen Penny-Markt für diesen Standort gewinnen“, erklärt Piplack, Makler von Beruf, zweiter Vorsitzender des Bürgervereins, und privat als passionierter Eisenbahnfotograf unterwegs. Aus seinem Hobby hat sich der Kontakt zu Helmut Claßen, einem der Geschäftsführer von Rauwest, entwickelt. Die Firma, die eng mit der Bahn zusammenarbeitet, hat das alte Empfangsgebäude und das Gelände gekauft. Die für Mitte diesen Jahres angekündigte Sanierung des mit Graffiti beschmierten Gebäudes hat noch nicht begonnen.

Laut Piplack könnte der Supermarkt bereits 2017 eröffnen. Allerdings ist laut Nahversorgungskonzept von 2010 kein Lebensmittelmarkt an dieser Stelle vorgesehen. Dennoch hofft Rauwest auf eine Genehmigung eines Bebauungsplanes. Auch der Bürgerverein unterstützt die Idee. Planungsdezernent Tum setzt vielmehr auf die Entwicklung des Rangierbahnhofsgeländes, hält einen Markt dort eher für angebracht. Man habe Penny diese Pläne nicht verheimlicht, so Piplack. Ein Markt auf der Fläche des alten Rangierbahnhofs kann nach seiner Einschätzung frühestens in fünf, eher in acht Jahren verwirklicht werden: „Die Entwicklung des Geländes, die Altlastenentsorgung und die Schaffung der Infrastruktur, das dauert.“

Die Pläne für den Supermarkt am alten Wedauer Bahnhof liegen jetzt bei der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW. „Das Geld aus dem Grundstücks-Verkauf für den Supermarkt könnte in die Sanierung des alten Bahnhofsgebäudes gesteckt werden. Somit käme der unansehnliche Schandfleck als Eingangstor zum Duisburger Süden weg“, argumentiert Piplack. Ob ein Lebensmittelladen am Bissingheimer Dorfplatz sich halten kann, bezweifelt er. „Allenfalls mit großen ehrenamtlichen Einsatz.“

 
 

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