Ein Fußballturnier für Jugendliche, Senioren und Behinderte

Die Mannschaft des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte war mit Spaß und Erfolg bei der Sache.
Die Mannschaft des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte war mit Spaß und Erfolg bei der Sache.
Foto: Lars Fröhlich
Das gemeinsame Kicken soll zu einem selbstverständlicheren Miteinander verhelfen. Dass das funktioniert, beweisen die Spieler auf dem Platz.

Hüttenheim..  „Inklusion schafft ein besseres Miteinander.“ Mit diesem Satz eröffnete Cevdet Maras am Sonntag das Inklusionsfußballturnier in der Sporthalle Süd. Der Deutsch-Türke ist Leiter des Regionalzentrums Süd, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins Europäische Akademiker aus Giresun und engagiert sich schon länger für Inklusion und Integration. Mit der finanziellen Unterstützung der Aktion Mensch stellte er bereits zum zweiten Mal ein solches Turnier auf die Beine.

Die Teilnehmerschaft bestand aus einer bunten Mischung: Unter den zehn Mannschaften befanden sich Mädchenteams, Jugendteams und auch Seniorenmannschaften. Das Besondere: Einige Teilnehmer haben eine körperliche oder geistige Behinderung. Sie wurden entweder in die Mannschaften integriert oder bildeten eigene Teams.

Für mehr Selbstverständlichkeit

Bürgermeister Manfred Osenger (SPD) hält das Turnier für eine gute Sache. Er ist der Meinung, dass durch Veranstaltungen wie diese das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Handicap zur Selbstverständlichkeit wird und dass die Hemmschwelle zwischen beiden Gruppen verschwindet. Das Turnier, so sagt er, bringe alle auf den gleichen Nenner: „Es geht für alle darum, den Ball zu treffen.“

Doch bei so unterschiedlichen Voraussetzungen stellt sich natürlich die Frage, ob es überhaupt möglich ist, Spiele auf Augenhöhe entstehen zu lassen. Die Antwort darauf lautet: Ja. Denn bereits im ersten Spiel besiegte die Mannschaft des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM) die Mädchenmannschaft des Regionalzentrums Süd in einem anschaulichen Spiel. So machten sie bereits früh klar, dass auch die Teams mit behinderten Spielern im Turnier mithalten konnten. Denn obwohl der Spaß im Vordergrund stand, ging es am Ende ja für jeden um den Turniersieg.

 
 

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