Drittes Huckinger Heimatbuch liefert neue Erkenntnisse

Dietmar Ahlemann (Mitte) hat den neuen Band federführend gestaltet.
Dietmar Ahlemann (Mitte) hat den neuen Band federführend gestaltet.
Foto: Funke Foto Services
Vom Huckinger Heimatbuch ist der dritte Band erschienen. Die Geschichte von Namen und Wappen Huckingens ist neu geschrieben worden.

Huckingen..  Eigentlich war die Huckinger Geschichte vollständig erzählt, so schien es selbst dem Bürgerverein. Doch dann kam Dietmar Ahlemann in den Verein. Ausgerechnet ein Zugezogener wurde zum Macher des dritten Bandes, der am Freitag im Steinhof vorgestellt wurde. Und der für die Huckinger einige Überraschungen enthalten dürfte. Sie glauben, Sie wissen schon, wovon sich der Name des Stadtteils ableitet und was es mit seinem Wappen auf sich hat? Dann sollten Sie mal Band drei des Huckinger Heimatbuchs aufschlagen und sich auf den neuesten Stand bringen.

Wie ein Neu-Huckinger dazu kommt, ein solches Heimatbuch zu schreiben, erklärt Rolf Peters, Vorsitzender des Huckinger Bürgervereins, so: „Er hat sich in den Ortsteil und die Geschichte vielleicht sogar verliebt.“ Ganz so weit würde Ahlemann selbst nicht gehen. 2004 zog er nach Huckingen. Er sagt: „Einfach nur hier wohnen hilft nicht, wenn man eine Heimat daraus machen will.“ Also forschte er, recherchierte er, ab 2006 in Zusammenarbeit mit dem 2014 verstorbenen Bernd Braun. Zusammen gingen sie den dritten Band an. Vor Brauns Tod versprach Ahlemann ihm: „Bernd, ich zieh’ das durch.“

Auf 320 Seiten bringt es das Ergebnis dieses Durchziehens, etwas dicker als die Vorgänger ist Band 3 damit geworden. „Wir haben einiges herausgefunden“, sagt Ahlemann. „Vieles von dem, was kolportiert wurde, stimmt nicht.“ Darunter Grundlegendes: „Das geht beim Namen von Huckingen los.“ Hieß es früher, der Name beziehe sich auf „huck“, die Ecke, und bezeichne so das Dorf an der Ecke, lautet Ahlemanns Erkenntnis anders. Nicht „huck“, sondern ein fränkischer Edelmann Hugo oder Hugin sei namensgebend gewesen; Huckingen also das Dorf der Menschen, die zu Hugin gehören. „Dieser Hugo wird vermutlich im 5., 6. Jahrhundert gelebt haben. Er gibt ein, zwei prominente Hugos, die infrage kommen, aber das ist nicht gesichert.“

Von Hugos und einer Familie zu Hucking

Auch das Wappen birgt eine Überraschung: Denn eigentlich hat es mit dem Ortsteil gar nichts zu tun, sondern war „im Ursprung das Wappen einer Familie von Hucking“, die zu dem Stadtteil keine Verbindung hatte. Inzwischen aber ist es sozusagen huckingisiert.

Aus dem Untertitel „Geschichte und Geschichten“ ist im neuen Band des Huckinger Heimatbuchs „Geschichte“ geworden. Fußnoten und ein ausführlicher Anhang untermauern den wissenschaftlichen Anspruch des Werks, dessen einziger Laien-Autor Ahlemann selbst ist: Geschichte ist für den Unternehmensberater „ein intensives Hobby“. Die übrigen Mitwirkenden sind auch vom Beruf her Fachleute auf ihrem Gebiet: Sie sind allesamt Archäologen und Historiker.

500 Exemplare des Huckinger Heimatbuchs hat der Bürgerverein drucken lassen. Sollten sie vergriffen sein, kann nachgedruckt werden – die Vorgängerbände brachten es jeweils auf Auflagen von 2000 Stück. Und auch an die Zukunft über Band drei hinaus denkt Ahlemann schon: „Es gibt noch Lücken in der Geschichte von Huckingen.“

 
 

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