Der Düsseldorfer Norden in Öl

Huckingen..  Sein Todestag liegt 45 Jahre zurück, seine Werke leben weiter – bei Jörg Liestmann. Der Huckinger Galerist hat über 30 Bilder von Künstler Hans Vilz aufgearbeitet und eingerahmt. Nun stellt er sie bis zum 21. Mai aus.

Auf die Idee brachte ihn Werner Remke. Dessen Frau ist eine geborene Vilz. Die Kunstwerke ihres Verwandten lagen teilweise im Keller. „Ich habe die Initiative ergriffen, habe Herrn Listmann gefragt, ob er Interesse an einer Ausstellung hätte“, so Remke. Liestmann stimmte zu.

Die restaurierten Bilder hängen an den hohen, weißen Wänden seiner Galerie in Huckingen. Es riecht nach Holz, der Raum hallt. Zur Begrüßung spielt Liestmanns Sohn Till auf dem Klavier. Das Publikum lauscht aufmerksam, nippt an dem Sektglas. Die Blicke schweifen zu den Kunstwerken.

Es sind hauptsächlich Landschaften aus dem Düsseldorfer Norden zu sehen: der Kalkumer Mühlenteich, die Rheinauen bei Wittlaer, Schafe, die auf einer Wiese grasen. Allein der Duisburger Hafen steht für das Ruhrgebiet, aus dem Vilz kommt. „Er ist in Essen geboren, ist also einer von uns“, betont Liestmann.

Gisela Wagner gefällt es: „Wirklich reizvolle Motive“. Ein Bild, was zwischen 350 und 2500 Euro kostet, möchte sich die Angermunderin dennoch nicht zulegen: „Unser Haus ist pickepacke voll. Da ist gar kein Platz mehr“. Kein Problem für Remke. Ihm geht es nicht ums Geld, sondern darum, dass die Werke unter Menschen gebracht werden und auf Dauer in einem guten Zustand bleiben.

 
 

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