Das meiste Geld fließt in die Straßensanierung

Schlaglöchergibt es viele auf den Straßen im Duisburger Süden. Für die Sanierung einiger Teilabschnitte im nächsten Jahr seht Geld zur Verfügung - etwa Am Ungelsheimer Graben.
Schlaglöchergibt es viele auf den Straßen im Duisburger Süden. Für die Sanierung einiger Teilabschnitte im nächsten Jahr seht Geld zur Verfügung - etwa Am Ungelsheimer Graben.
Foto: WP
Bezirksvertretung debattierte über den Etat für den Süden. Die Grünen regen an, über eine Alternative zum XXL-Bad nachzudenken. CDU-Kritik: 30 Mio Euro Fördermittel für U 79 wurden nicht beantragt

Süd.  1,4 Millionen Euro aus dem Haushaltsplan der Stadt verantworten Bezirksvertreter im nächsten Jahr selbst. Über das Geld debattierten die Bezirkspolitiker in ihrer letzten Sitzung, vor allem die bescheidenen 7900 Euro „zur Pflege des Ortsbildes“ wurmten sie dabei. Im vergleichbar großen Bezirk Hamborn stehen 20 300 Euro zur Verfügung.

Das meiste Geld fließt in die Sanierung von Straßen. Der größte Betrag - 400 000 Eu­ro - ist für die Bauarbeiten an der Wegbrücke am Entenfang veranschlagt. An größeren Straßenausbauten sind geplant: 250 000 Euro für einen Abschnitt Am Ungelsheimer Graben, 150 000 Euro für den Endausbau der Johannes-Molzahn-Straße in Huckingen, 100 000 Euro für einen Teil der Straße Im Haselbusch in Ehingen. 90 000 Euro für den Endausbau eines Teils der Straße Am Schilfrohr in Großenbaum, 80 000 Euro für einen Abschnitt An der Bastei in Serm.

Meist nur Straßenabschnitte

Honorarkosten für die städtischen Wirtschaftsbetriebe schlagen mit 77 650 Euro zu Buche. An weiteren Brückenbauarbeiten sind im Etat vorgesehen: 20 000 Euro für die Wegbrücke über die Stadtbahn am Verloher Kirchweg in Huckingen, 18 000 Euro für die Grundwasserpfanne am Altenbrucher Damm, 12 000 Euro für die Wegbrücke über den Dickelsbach an der Neidenburger Straße in Wedau.

In der anschließenden Debatte wollte SPD-Sprecherin Beate Lieske nicht hinnehmen, dass Nachbarschaftsfeste wegen hoher Genehmigungsgebühren ausfallen müssen. CDU-Sprecher Daniel Kegler kritisierte, dass zwar 20 300 Euro bei der Präsentation der Stadtbezirke beim Duisburg-Tag gespart werden, weil der ausfällt, davon aber kein Cent an die Bezirke zurückfließt. Er bemängelte, dass trotz des schlechten Zustands der Straßen gerade einmal eine oder zwei von ihnen im Jahr komplett erneuert werden können. Außerdem kreidete er an. dass vergessen worden sei, rechtzeitig 30 Millionen Euro an Fördermitteln für die Modernisierung der Linie „U 79“ beim Verkehrsverbund VRR zu beantragen.

Michael Kleine-Möllhoff von den Grünen riet dazu, sich in puncto Hallenbäder langsam mal alternative Gedanken zu machen. „Der Süden macht sich abhängig von einem privaten Investor“, sagte er im Hinblick auf die scheinbar endlosen Verhandlungen zwischen Stadt und Sven Pirdzun (wir berichteten).

Am Ende beschlossen die Bezirksvertreter auf SPD-Antrag, sich die Mittel zur Pflege des Ortsbildes auf 16 900 Euro heraufzusetzen. Auf CDU-Antrag regten sie beim Rat an, die eingesparten Mitteln beim Duisburg-Tag auf die Bezirke zu verteilen.

 
 

EURE FAVORITEN