Currywurst und Kaviar auf der Bühne

Buchholz.  Lautes Stimmenwirrwarr und ein Gewusel wie in einem Bienenstock: So geht es kurz vor Beginn der Aufführung von „Currywurst und Kaviar“ am Samstagabend im Backstage-Bereich des Gemeindehauses in der Arlberger Straße zu. Da wird geschminkt, gepudert und Haare toupiert, was das Zeug hält. „Ich freue mich, gleich auf der Bühne zu stehen“, sagt Elke Jäger. Sie spielt die Mutter des Wurstkönigs Moritz Knackfrisch, der von Pfarrer Björn Hensel verkörpert wird. Die 61-jährige hat vor sieben Jahren sie die Theatergruppe ins Leben gerufen. Seitdem führen die Buchholzer Laienschauspieler jedes Jahr ein neues Stück auf. Zehn Schauspieler und mehr als 20 ehrenamtliche Helfer sind an dem Projekt beteiligt.

Die Laienspielschar hat inzwischen viele Fans im Stadtteil. Das Theaterstück im letzten Jahr sahen mehr 1000 Menschen. Diese Besucherzahl will die Truppe in diesem Jahr knacken.

„Die Zuschauer erwartet ein Familienkonstrukt der lustigen Art. Während die eine Familie versucht, sich finanziell zu retten, versuchen die anderen, ihren elitären Stand zu verbessern. Und dabei kommt das ein oder andere Familiengeheimnis raus“, sagt Organisatorin Jäger.

Pfarrer Hensel freut sich besonders, in diesem Jahr eine Hauptrolle ergattert zu haben. „Als Pfarrer steht man ja doch unter öffentlicher Beobachtung, da muss man schon aufpassen, wie man sich gibt. Aber auf der Bühne, in der Rolle, da kann ich mich gehen lassen und ausleben“, sagt Hensel. Das finden auch die Gemeindemitglieder toll. „Die machen das richtig gut. Und unser Pfarrer als Wurstkönig, ich komm’ aus dem Lachen nicht mehr raus“, sagt Beate Sommer in der ersten Pause. Ulrike Jahn fügt hinzu: „Beim nächsten Gottesdienst erwarte ich jetzt eigentlich eine Runde Currywurst für alle.“

 
 

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