Bürge für XXL-Bad in Duisburg wohl gefunden

Baubeginn für die Anlage könnte noch in diesem Jahr sein.
Baubeginn für die Anlage könnte noch in diesem Jahr sein.
Foto: Svenja Hanusch

Huckingen..  Der geforderte Bürge für den Bau des XXL-Schwimmbades im Sportpark Süd steht bereit. Ein „großer überregionaler Energielieferant“ sei bereit, das Risiko der Stadt zu decken, falls das Bad in die Insolvenz rutschen sollte, sagt Investor Sven Pirdzun. Irritation gibt es noch um Papierkram.

„Das Rechtsamt der Stadt muss jetzt nur noch den Vertragstext formulieren“, sagt Pirdzun, der bereits mehrere Sportanlagen in dem Bereich betreibt. Dann werde der Energielieferant, dessen Namen er noch nicht nennen will, die Unterlagen prüfen und sehr sicher unterzeichnen. Zur Erinnerung: Die Bürgschaft soll nicht den Bau des 20-Millionen-Euro-Bades absichern. Dafür steht Pirdzun ein. Es geht um das Risiko der Stadt, die das Bad fürs Schulschwimmen selbst weiterbetreiben müsste, falls Pirdzun insolvent geht.

Nach jahrelangem Hin und Her um den Bau des Bades scheint auch jetzt nicht alles glatt zu laufen. „Wir warten noch auf Pläne von Herrn Pirdzun“, sagt Stadtsprecherin Susanne Stölting. Die Stadt brauche ihrerseits die Angaben, um den Vertragstext formulieren zu können. Stölting betont, dass es nicht um wesentliche Dinge geht, die das Projekt gefährden.

Ersatz für marode Bäder

Das XXL-Bad soll die beiden maroden Hallenbäder in Buchholz und Großenbaum ablösen. Der Stadtsportbund betreibt diese Bäder. Wer dort schwimmen gehen will, muss Vereinsmitglied sein.

„Wir brauchen das XXL-Bad“ heißt es jetzt auch in einer Erklärung einer neuen Interessengemeinschaft für den Sportpark Süd. Darin haben sich jetzt der Frauenfußball-Verein FCR, der VfL Duisburg Süd, der Tennisclub Grunewald, der Skaterhockey-Club Ducks, der Betriebssport-Kreisverband und XXL-Betreiber Pirdzun zusammengeschlossen.

„Für das Selbstverständnis des Duisburger Südens ist es wichtig, dass der Sportpark Süd mit seinen Angeboten, Vereinen und seinen auch internationalen Auftritten erhalten bleibt“, sagt Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß.

Er erwarte eine zügige Bearbeitung des Projektes durch die Behörden, sagte Eliaß beim Redaktionsbesuch. Das geschehe, betont die Stadtverwaltung. Baubeginn könnte womöglich noch 2013 sein.

 
 

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