Breit gefächerte Ausstellung im Huckinger Steinhof

Marion Dahmen (r) und Stephanie Lenders (l) präsentieren bis Ende Februar ihre Werke im Steinhof in Huckingen.
Marion Dahmen (r) und Stephanie Lenders (l) präsentieren bis Ende Februar ihre Werke im Steinhof in Huckingen.
Foto: Lars Heidrich
Die Künstlerinnen Marion Dahmen und Stephanie Lenders stellen im Steinhof ihre Werke aus. Es gibt Arbeiten im eigenen Stil und Referenzen an große Meister zu sehen.

Huckingen..  Wegen des kalten Wetters empfiehlt es sich derzeit, sich im Wohnzimmer niederzulassen und sich zumindest warme Gedanken zu machen. Das funktioniert um einiges besser, wenn der Raum mit Bildern dekoriert ist, vorzugsweise mit echten Unikaten. Erste Anlaufstelle im Duisburger Süden ist deshalb momentan der Steinhof, in dem die Bilder von Marion Dahmen und Stephanie Lenders ausgestellt werden.

Knapp 40 Gemälde hängen im „Raum Kreifeltshof“, dem Trauzimmer des Steinhofs, und im großen Saal. Der entwickelt, ganz ohne Stühle und Technik, einen neuen Reiz und bietet für die vielfältigen Bildern an der Wand eine angemessene Bühne.

„Irgendwie haben wir uns mal bei einer Ausstellung getroffen“, erinnert sich Malerin Marion Dahmen. Ihre Kollegin Stephanie Lenders fügt hinzu, dass „bei zwei Künstlerinnen natürlich auch ein größeres Publikum angesprochen wird“, wie viele insgesamt gekommen sind, wird sich erst zum Ausstellungsschluss Ende Februar sagen lassen. Fest steht aber jetzt schon, dass die Besucher die kleinen Schildchen neben den Bildern nicht brauchen werden, um die Urheberin des Werks in Erfahrung zu bringen: Dahmens Bilder sind allesamt in knalligen Farben gehalten, vor allem Orange- und Rottöne dominieren die Werke. Diese Farbauswahl gefalle ihr am besten, erklärt die Malerin, außerdem würden einige Kunstfreude mittlerweile ihren Stil erkennen.

Viele abstrakte Grafiken

Die Motive sind zum größten Teil Menschen und abstrakte Grafiken, doch vor allem die Abbildungen von surrealen Häusern, die mal an Bäume, mal an Gliedmaßen erinnern, bleiben im Gedächtnis und sind die stärksten Werke der Künstlerin.

Kollegin Stephanie Lenders schlägt mit ihren Arbeiten einen anderen Weg ein, die abgebildeten Naturimpressionen sind meist in realistischen Farben gehalten. „Die meisten Orte in meinen Bildern existieren nicht wirklich in dieser Form“, erklärt Lenders, „ich präge mir zum Beispiel im Urlaub besondere Landschaften ein und rekonstruiere dann ihre Quintessenz in einem Gemälde“.

Vor allem im großen Saal können Kunstinteressierte viel Zeit verbringen, neben der großartigen Atmosphäre im leeren Raum hängt dort nämlich zum Beispiel das bunte Bildnis dreier Damen von Marion Dahmen, das beinahe wie Pop-Art daher kommt. Gleich nebenan erinnert ein surreal-blauer Wasserfall von Stephanie Lenders an Franz Marcs exzessiven Umgang mit eben jener Farbe. Auf der anderen Seite des Saals spielt ein gelblicher „Lavastrom“ auf Gustav Klimts Einsatz der Farbe Gelb an.

Diese und viele andere Kunstwerke können Kunstfans und Kenner bis Ende Februar montags und freitags von 12 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 16 Uhr entdecken und gegebenenfalls kaufen.

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