Besucherzahlen im Duisburger Freibad Wolfssee halbieren sich

Die Tageskarte fürs Bade- und Strandvergnügen im Freibad Wolfssee kostet für Erwachsene vier Euro. Kinder zahlen je nach Alter zwischen Null und drei Euro. Die Eintrittkosten decken gerade einmal die Betriebskosten.
Die Tageskarte fürs Bade- und Strandvergnügen im Freibad Wolfssee kostet für Erwachsene vier Euro. Kinder zahlen je nach Alter zwischen Null und drei Euro. Die Eintrittkosten decken gerade einmal die Betriebskosten.
Foto: Funke Foto Services
In einem guten Jahr baden 60 000 im Wolfssee – in diesem Sommer kamen bisher nur halb so viele. Dafür sieht es nach einer Verlängerung der Saison aus.

Wedau.  Pünktlich zum Ende der Schulferien ist der Sommer da – wir haben lange genug darauf gewartet. Der DJK SV Poseidon auch. Der Betreiber des Freibads Wolfssee hofft, dass die Besucherzahlen in dieser Woche noch mal ordentlich zulegen. Bisher sind in dieser Saison rund 30 000 Besucher ins Freibad gekommen.

Die Zeiten, als man in guten Sommern bis zu 120 000 Badegäste zählte, sind lange vorbei. „Das war vor 20 Jahren, als wir noch fünf Wochen Hitze am Stück hatten“, sagt Frank Skrube, der Vorsitzende des Vereins. „Heute wird quasi an wenigen Tagen das Geld gemacht.“ Deshalb hofft Frank Skrube denn auch auf einen schönen Spätsommer Ende August, Anfang September. „Noch mal sechs, sieben Tage mit jeweils 3000 oder 4000 Besuchern wären schon klasse.“

Das Freibad Wolfssee wird fast komplett von Ehrenamtlichen betrieben

Bei gutem Wetter wird das Freibad auf jeden Fall geöffnet. „Vielleicht sogar bis Mitte September, wir werden sehen“, sagt der Poseidon-Chef und denkt an den 15. September vor einigen Jahren. „Damals hatten wir 4000 Leute hier, wir waren die einzigen, die noch auf hatten.“

Am Wolfssee laufen Ende August keine Saison-Verträge aus wie anderswo. „Da wir hauptsächlich mit Ehrenamtlichen arbeiten, sind wir flexibel“, so Skrube. Nur der Betriebsleiter und eine Schwimmlehrerin sind fest angestellt. Und die beiden arbeiten je nach Bedarf entweder in Wedau oder im Hallenbad in Neuenkamp, das ebenfalls vom Verein betrieben wird. Ungünstig ist nur, wenn der Wetterbericht Badetemperaturen vorhersagt und es doch anders kommt. Dann sind die geringfügig Beschäftigten bestellt, doch das Bad bleibt so gut wie leer, allenfalls die drei, vier Hartgesottenen steigen ins kühle Nass. Die Einnahmen aus dem Freibadbetrieb fließen zum großen Teil ins Hallenbad, dessen Unterhaltskosten bei weitem höher liegen. Mit dem Wolfssee wird das Hallenbad quasi subventioniert.

Überschuss aus dem Freibad Wolfssee subventioniert das Hallenbad Neuenkamp

„Bisher war der Sommer leider sehr unbeständig. Wenn es nicht gleich morgens schön ist, kommen die Leute nicht“, so Skrube. Die Tageskarte kostet vier Euro für Erwachsene, Kinder zahlen je nach Alter gar nichts oder bis zu drei Euro. Mit den Eintrittsgeldern, die die 30 000 Schwimmer berappt haben, sind gerade mal die Betriebskosten in den beiden Bädern gedeckt. „Das Hallenbad Neuenkamp erwirtschaftet wegen der hohen Energiekosten immer ein Minus von rund 40 000 Euro. „Bei 30 000 Besuchern am Wolfssee bleibt ein Überschuss von circa 40 000 Euro, so dass wir ausgleichen können“, erklärt Frank Skrube die Rechnung.

„Bei 60 000 Besuchern im Freibad sprechen wir von einem guten Jahr“, so Skrube. Dann bleibt Geld für dringend benötigte Rücklagen und Investitionen übrig. Wenn die Sonne tatsächlich – wie angekündigt – in den nächsten Tagen strahlt, könnte dieses Ergebnis sogar noch erreicht werden.

 
 

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