Besuch bei den Amateur-Funkern

Fritz Bensberg (2.v.li.) vom Amateur Radio Club gibt Sarah Philipp und Sascha Röser (links einen Überblick über den Verein.
Fritz Bensberg (2.v.li.) vom Amateur Radio Club gibt Sarah Philipp und Sascha Röser (links einen Überblick über den Verein.
Foto: WAZ Fotopool

Buchholz.  „Auf die großen Vereine, die Sportvereine etwa, stößt man ja immer wieder“, sagt die Landtagsabgeordnete Sarah Philipp (SPD). Aber Kontakte zu kleinen, spezialisierten Vereinen gebe es eher weniger. So nahm sie jetzt dankend zusammen mit Ratsherr Sascha Röser die Einladung an, dem Clubheim der Amateur-Funker in der alten Schule an der Münchner Straße einen Besuch abzustatten.

16 Männer und eine Frau sind an diesem Abend dort im Dachgeschoss zusammengekommen. Es gibt Applaus für Sascha Röser, den frisch gewählten Buchholzer Ratsherrn. Fritz Bensberg, der Vorsitzende, heißt die Gäste willkommen. Er gibt einen kurzen Überblick über den Verein. 70 Mitglieder aus Duisburg und Umgebung hat er, ist dem Deutschen Amateur-Radio-Club angeschlossen.

„Wir sind zwar in Huckingen gegründet worden“, erzählt Bensberg. Huckingen führt der Club deshalb im Namen. „Aber unser Clubheim fanden wir 1985 in Buchholz.“

Gefunkt wird weltweit

„Wir leisten einen Beitrag zur Völkerverständigung“, fährt Bensberg fort. Schließlich funke man rund um den Globus. „Wir haben mit niemandem auf der Welt Streit.“ Allerdings klappe es zur Zeit nach Nordkorea nicht, ist zu hören. Und wer in den Süd-Pazifik funken will, hat früh um 4 Uhr die beste Verbindung. Die Amateur-Funker machen den Politikern schnell deutlich, dass sie über sehr spezielles Fachwissen verfügen. Ihre Zulassung erwerben sie durch eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur. „Der Amateurfunk ist ein guter Einstieg in einen technischen Beruf“, sagt Bensberg.

Sarah Philipp stolpert über den Begriff „Mikrowellenwettbewerb“, als vorgetragen wird, dass sich die Amateur-Funker auch aneinander messen. Sie erfährt zur Erklärung, dass dabei mit selbst gebauten Geräten gefunkt wird. Wer die Funklizenz hat, darf sie selbst bauen. Sie interessiert sich für die Kosten des Hobbys und für die Nachwuchspflege, erfährt, dass die Funkfreunde Lizenzgebühren bezahlen müssen und ihre Technik nicht preiswert ist. Über Nachwuchsmangel klagen die Gastgeber nicht. „Aber man muss schon über einige mathematische Kenntnisse verfügen, um die Prüfung zu schaffen“, schränkt der Vorsitzende ein. Sascha Röser fragt danach, wie Funkwellen sich verbreiten.

Die Probleme der Amateur-Funker liegen woanders. „Wir stören nicht. Aber wir werden gestört“, berichtet Johannes Amchewicz und dann ist von Computern und Energiesparlampen die Rede, denen sie elektromagnetisch in die Quere kommen. Und manche Vermieter, so Fritz Bensberg, würden nicht mitspielen, auf ihrem Dach die nötige Antenne installieren zu können.

 
 

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