A 524-Anschluss Huckingen ist in Arbeit

Ganz schön tief gebuddelt wird zur Zeit für das Regenrückhaltebecken an der künftigen A 524-Anschlussstelle Huckingen.
Ganz schön tief gebuddelt wird zur Zeit für das Regenrückhaltebecken an der künftigen A 524-Anschlussstelle Huckingen.
Foto: FUNKE Foto Services
Zur Zeit wird ein Regenrückhaltebecken gebaut. 2017 kommt die Fahrbahn dran. Alle Auf- und Abfahrten bleiben erhalten. B 8 Richtung Düsseldorf wird zur Anliegerstraße

Huckingen..  Bis 2019 soll der Ausbau der B 288 zur A 524 zwischen Rahm und Huckingen fertig sein. In diesem Sommer wird an der Anschlussstelle Huckingen gebuddelt. Das Wichtigste vorweg: Sämtliche Auf- und Abfahrten bleiben erhalten - entgegen anders lautender Meldungen auch die Abfahrt aus Richtung Krefeld auf die Düsseldorfer Landstraße.

Gerade entsteht an der Anschlussstelle Huckingen ein Regenrückhaltebecken und so genannter ein Leichtflüssigkeitsabscheider. „Das sind die Vorarbeiten“, erklärt Roland Schmidt, bei Straßen NRW der zuständige Bauleiter für den Umbau.

Später soll die Entwässerung der neu geschaffenen A 524 angeschlossen werden. Leichte Flüssigkeiten wie Öl- und Benzinreste sollen dann über den Abscheider entsorgt werden. Das ganze funktioniert über ein geschlossenes Rohrsystem. „Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Zumal wir uns hier wegen der Nähe zum Wasserschutzgebiet Bockum in der Schutzzone III befinden“, erläutert Schmidt. Die Bestimmungen dieser Schutzzone besagen, dass chemische Beeinträchtigungen verhindert werden müssen.

Anfang kommenden Jahres beginnt der Ausbau der Fahrbahn in Richtung Breitscheid. Die neue Straße wird doppelt so breit, inklusive eines in Beton gefassten Mittelstreifens. „Damit wird die Strecke wesentlich sicherer, das ist das Entscheidende“, sagt Schmidt mit Blick zurück auf die schweren Verkehrsunfälle auf der B 288 in den vergangenen Jahren.

Auch der größere Radius der neuen Auf- und Abfahrtsrampen dient der Sicherheit. Ein befestigter Mittelstreifen soll verhindern, dass Autofahrer versehentlich gegen die Fahrtrichtung als Geisterfahrer auffahren.

Alle Abfahrten werden, wie bereits erwähnt, erhalten bleiben. Die Bundesstraße 8 in Richtung Wittlaer wird zurückgebaut. Sie wird künftig als Anliegerstraße eingestuft. Dazu wird die Fahrbahnbreite um die Hälfte reduziert. Da der Verkehr von der B 8 abgezogen wird, kann man dort demnächst entspannt Rad fahren, mit schönem Blick auf die Felder rechts und links. Die Entsieglung der Asphaltfläche kommt außerdem der Umwelt zugute, so Roland Schmidt. Sie ist Ausgleichsfläche für andere Baumaßnahmen.

Die Hauptzufahrt nach Wittlaer führt künftig über die B 8n, Abfahrt Froschenteich. „Der Hintergrund für den Rückbau der alten B 8 ist, dass die Bundesbauverwaltung nicht zwei parallele Straßen unterhält“, erklärt Schmidt. Also musste die alte B 8 schmaler werden, damit sie nicht mehr als Bundesstraße gilt. Für die abgespeckte Version ist künftig die Gemeinde zuständig.

Der gesamte Umbau findet „unter Verkehr“ statt, wie es die Straßenbauer nennen. Dennoch verspricht Schmidt, dass allenfalls zwischendurch an ein, zwei Tagen eine Fahrbahn gesperrt wird. „Dann richten wir Umleitungen ein und informieren rechtzeitig“, so der Bauleiter.

Ansonsten soll der Verkehr in beiden Richtungen aufrecht erhalten werden. Neben der Erneuerung und Verbreiterung der Fahrbahn sollen auch die Lärmschutzwände an verschiedenen Brücken komplettiert werden. Erst danach werden die Absperrungen abgebaut. Und auch die Sprungschanze, wie Schmidt den Buckel bezeichnet, den die Autos in Fahrtrichtung Rahm erklimmen müssen, wird beseitigt.

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