500 Gramm Karneval geschnitten, bitte

Seit kurzem wird das Prinzenbrot in 19 Duisburger Bäckereien verkauft.
Seit kurzem wird das Prinzenbrot in 19 Duisburger Bäckereien verkauft.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Prinz der Duisburger KG „Alle Mann an Bord“ und Bäcker Thomas Zimmermann haben ein Prinzenbrot herausgebracht.

Buchholz..  Kekse zu Weihnachten, einen Weckmann zu St. Martin und nun auch noch Prinzenbrot zu Karneval? Auf diese Idee kamen der Prinz der Karnevalsgesellschaft „Alle Mann an Bord“, Thomas I., sowie Vereinsmitglied und Bäcker Thomas Zimmermann. Schon im Sommer fassten sie den Entschluss, dass es nun an der Zeit sei, auch zu Karneval eine Leckerei auf den Markt zu bringen. Gemeinsam entschieden sie sich für das Prinzenbrot, das nun in 19 Bäckereien in ganz Duisburg seit kurzem verkauft wird.

Doch was hat Karneval mit Brot zu tun? „In Düsseldorf ist Karnevalsbrot schon gang und gäbe, wir wollten das jetzt auch in Duisburg starten“, so der amtierende Prinz Thomas Erlacher. Verantwortlich für das Rezept ist nun Buchholzer Thomas Zimmermann, der bei der Bäcker-Innung Rhein-Ruhr als Ausbildungsleiter arbeitet. Zentrale Zutaten des Brots sind Weizenvollkornmehl, Gerstenflocken und karamellisierter Koriander. „Wir wollten ein Brot herausbringen, das gesund ist, aber trotzdem eine besondere Note hat“, betont Zimmermann. Das Rezept ging an die Duisburger Bäcker, die es nun jeden Morgen nachbacken. Die größeren Bäckereien lehnten das Angebot aber ab. Der Prinz nimmt das gelassen: „Die gucken uns jetzt halt hinterher.“

Im Duisburger Süden wird das Brot bei der Bäckerei Potthast in Buchholz verkauft und ist sehr beliebt. An die zwanzig Laibe gehen täglich über die Theke. Damit läuft das Prinzenbrot im Duisburger Süden am besten.

2,50 Euro kostet das 500 Gramm schwere Brot. 50 Cent davon gehen jeweils an das Kinder-Hospiz St. Raphael in Huckingen. „Man muss auch in der fröhlichen fünften Jahreszeit an ernstere Themen denken. Wir wollen den Kindern ihre letzten Tage ein bisschen verschönern“, so Zimmermann.

„Wenn nur die Hälfte der Duisburger ein Prinzenbrot kaufen würde, hätten wir schon eine ordentliche Summe zusammen“, so der Prinz. Er selbst hat direkt am ersten Tag zugeschlagen. „Nur mit Butter bestrichen schmeckt es einfach super und hat einen tollen Eigengeschmack“, betont Erlacher.

Bis Aschermittwoch gibt es das Brot noch bei Potthast zu erwerben. Und im nächsten Jahr? „Ich würde auch nächstes Jahr gerne wieder etwas entwerfen, vielleicht kein Brot, aber auf jeden Fall etwas mit Backwaren“, antwortet Zimmermann.

Letztendlich hängt das aber vom nächsten Prinzen ab. „Ich wäre auf jeden Fall gerne wieder dabei“, kündigt Bäckermeister Thomas Potthast an.

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