Streit zwischen dem MSV Duisburg und den Sauerland-Gegnern

Die Bürgerinitiative sammelte zum Ärger von MSV-Verantwortlichen am Freitag auch vor dem Stadion in Duisburg Unterschriften für die Abwahl von OB Sauerland. Foto: dapd
Die Bürgerinitiative sammelte zum Ärger von MSV-Verantwortlichen am Freitag auch vor dem Stadion in Duisburg Unterschriften für die Abwahl von OB Sauerland. Foto: dapd
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Duisburg.. Die Nervosität scheint zu steigen: Dass die Initiative „Neuanfang für Duisburg“ auch vor dem MSV-Spiel am Freitag gegen Cottbus Unterschriften für die Abwahl von OB Adolf Sauerland sammelte, war einigen Offiziellen des MSV wohl ein Dorn im Auge.

Wie Vertreter der Initiative „Neuanfang für Duisburg“ berichten, sollten sie am Freitagabend vor dem Spiel gegen Energie Cottbus offensichtlich von ihren Standorten verjagt werden. Die Gruppe hatte zwischen dem 20. Juni und Mitte Juli mehr als 30.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid zur Abwahl von OB Adolf Sauerland gesammelt. Bis zum 19. Oktober müssen es 55.000 sein.

Theo Steegmann, einer der drei Sprecher der Initiative: „Wir haben die Genehmigung vom Ordnungsamt, bei allen Heimspielen des MSV Duisburg an zwei Standorten vor dem Stadion Unterschriften zu sammeln.“

Mit dem Argument, der MSV sei politisch neutral und für die beiden Standorte, auf denen sich die Info-Stände befanden, hätte nur der MSV Sondernutzungsgenehmigungen, wollte man die Polizei dazu bewegen, die Bürgerinitiative zu verscheuchen.

Rückendeckung von vielen Fans

Doch die Polizei machte das wohl nicht mit. So berichten Mitglieder der Initiative davon, dass ein Beamter mehrere Telefonate mit dem Präsidium geführt habe. Doch egal, welcher Vertreter des MSV – die Hierarchie änderte sich laut Bürgerinitiative im Verlauf der Zeit – dies verlangte: Die Polizei fand, die Initiative stehe dort zu Recht, musste in einem Fall allerdings die Straßenseite wechseln.

Rückendeckung habe es von vielen Fans gegeben, berichtet die Bürgerinitiative weiter. Mit dem Hinweis, Adolf Sauerland sei ja wohl sicher auch im Stadion, hätten sie die Argumente der MSV-Verantwortlichen gekontert, der Verein sei „politisch neutral“. Dass drei Mitglieder der Bürgerinitiative – allesamt Dauerkarten-Besitzer – im MSV-Trikot die Unterschriften sammelten, habe einen der Offiziellen wohl so in Rage gebracht, dass er herumgeschrien und mit „Rauswurf“ gedroht habe.

„Werden bei allen Heimspielen Unterschriften sammeln“

Die Bürgerinitiative lässt sich von den Drohungen nicht aus der Ruhe bringen. Theo Steegmann: „Man kann ja klären, wer wo genau welche Rechte hat. Es gab vor Ort am Freitag keinerlei Bereitschaft der MSV-Offiziellen dazu. Wir werden, wie von der Stadt genehmigt, bei allen Heimspielen Unterschriften sammeln.“ Ausgesetzt werde die Sammlung am Sonntag wegen der Gedenkfeier und am Dienstag, wenn der MSV und Schalke 04 das im letzten Jahr vereinbarte Benefizspiel zugunsten der Opfer der Loveparade im Stadion bestreiten.

 
 

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