Duisburg

Duisburg: Sportverein setzt Mutter vor die Tür, weil sie ein Kopftuch trägt

Foto: Funke Foto Services

Duisburg. In Duisburg-Hamborn sorgt ein Sportverein derzeit für mächtig Wirbel.

Der BSF Hamborn 07 Top-Fit wollte eine muslimische Familie nicht aufnehmen. Der Grund: Die Mutter trug bei der Anmeldung ein Kopftuch. Das berichtet die WAZ.

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Muslimische Mutter am Boden zerstört

Die 29-Jährige wollte lediglich ihre Kinder im vereinseigenen Fitnesscenter an der Kaiser-Friedrich-Straße zum Tanzkurs bringen. Doch am Empfang ließen Mitarbeiter die Mutter nicht durch, obwohl sie selbst gar nicht mittanzen wollte.

Seitdem hat die gebürtige Duisburgerin ein Trauma. „Wenn ich jetzt mit meinem Kopftuch über die Straße gehe, habe ich das Gefühl, dass ich anders angeschaut werde“, sagt sie.

Verein verweist auf Satzung

Udo Salzburger, der 1. Vorsitzende des Vereins, verweist auf die Satzung: „Wir verfolgen unter anderem eine religiöse und weltanschauliche Neutralität. Da eine muslimische Frau das Kopftuch symbolisch als Zeichen ihrer Frömmigkeit und damit als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zur islamischen Religion trägt, können wir schon allein auf Grund der allgemeinen Gleichbehandlung hier keine Ausnahme machen.“

Für die muslimische Mutter stellt diese Erklärung keinen Trost dar. Auch der Umgang mit ihr am Empfang hinterlässt bei der 29-Jährigen großes Kopfschütteln.

„Hätten sie mich nicht zur Seite nehmen können? Dann hätte ich mir für die Kinder eine andere Erklärung einfallen lassen“, so die Mutter, die vor ihren Kindern in Tränen ausgebrochen war. Dieses Bild hätte sie ihren Töchtern gerne erspart: „Wie soll man das einer Vier- und einer Sechsjährigen erklären?“ (dhe)

Den ganzen Artikel findest du hier bei der WAZ.

 
 

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