Streik am Donnerstag - Duisburg steht still

Duisburg. Am Donnerstag wird in Duisburg und Umgebung der Öffentliche Nahverkehr bestreikt. Die Wirtschaftsbetriebe, einige Kitas, die Jobcenter der ARGE und andere städtische Dienststellen beteiligen sich ebenfalls an dem Ausstand, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat.

Kein Bus, keine Bahn, keine Müllabfuhr - am Donnerstag werden sich in Duisburg viele Räder nicht drehen, weil Verdi zu einem Warnstreik aufruft. Beteiligen wollen sich auch das Jobcenter der ARGE, die Stadtwerke, einige Kindertagesstätten und andere städtische Dienststellen, „minütlich melden sich weitere Einrichtungen”, beschreibt Thomas Keuer, Verdi-Geschäftsführer, die Streikbereitschaft.

Um 9 Uhr ziehen Demonstrationszüge vom Betriebshof der DVG Am Unkelstein sowie vom Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe in Hochfeld los und treffen sich um 10 Uhr auf dem Burgplatz zu einer Kundgebung. Hier sollen keine professionellen Redner für Stimmung sorgen, sondern Jugendliche aus den Betrieben heraus berichten. In Sachen Transport der Streikenden hat dann allerdings auch Verdi Pech: „Wir müssen private Busunternehmen nutzen.”

800 Leute mobilisiert

Achim Loosen, Vertrauensleutesprecher der Wirtschaftsbetriebe, sagt, es seien 800 Leute mobilisiert, die mit Krachgeräten zum Rathaus marschieren würden. „Wir haben noch nie so schnell einen Warnstreik beschlossen wie dieses Mal und wenn's hart kommt, bleibt der Müll halt liegen, dagegen war Neapel Kinderkram”, droht er. Weitere Demonstranten werden vom Niederrhein erwartet, insgesamt über 2000.

Bereits am Mittwoch gibt es „kämpferische Mittagspausen” in Krankenhäusern und Betreuungseinrichtungen am Niederrhein und im Klinikum Duisburg - zugunsten der Patienten ohne Leistungseinschränkung, so Keuer. „Ich würde mir wünschen, dass der Oberbürgermeister für eine Gemeindefinanzreform mit uns auf die Straße geht”, so Keuer.

Die fünf Prozent, die Verdi erstreiken will, bezeichnet Keuer als Gesamtvolumen, darin enthalten seien Regelungen zur Altersteilzeit sowie die Übernahme von Azubis. Wie hoch der Lohn dabei tatsächlich steigen könnte, hänge von den Verhandlungen ab.

 
 

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