Straßenwahlkampf für OB-Wahl in Duisburg hat begonnen

Auf Stimmenfang: Michael Rubinstein vor dem Forum. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Auf Stimmenfang: Michael Rubinstein vor dem Forum. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Jetzt wird’s bunt: Die Parteien haben ihre Pavillons und Schirme wieder ausgepackt. Für den parteilosen OB-Kandidaten Michael Rubinstein war es eine Premiere.

Duisburg. Die Parteien haben den Straßenwahlkampf in der Duisburger Innenstadt eingeläutet. Für Michael Rubinstein, parteiloser Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, war es eine echte Premiere. Seinen ersten Wahlkampftag beschritt der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde aber nicht allein auf weiter Flur. Er hatte sich Helfer vom Verein „Neuanfang für Duisburg“ mitgebracht.

Publikumsmagnet waren jedoch eher die Parteistände, die ihn flankierten, der gelbe FDP-Schirm und der orangene Pavillon der Piratenpartei. Diese Konstellation war kein Zufall, denn beide Parteien unterstützen den 39-Jährigen, kamen mit ihren Landtagskandidaten Christina Labusch (FDP) und Dirk Weil. „Ich kann keinen Hochglanz-Wahlkampf mit Materialschlacht führen“, sagte Rubinstein. „Die Menschen wollen aber die Kandidaten kennenlernen“. Und dafür ist er zum Forum gekommen.

Einige Bürger nutzen diese Gelegenheit, wollen wissen, was er anders machen will als die Konkurrenz. „Ich möchte das Beste für Duisburg und das heißt auch die besten Leute. Das Parteibuch ist mir dabei egal.“ Um den „Karren aus dem Dreck zu ziehen“, brauche man nicht nur die Politik und die Verwaltung, sondern vor allem die Bürger, sagt er auf die aktuelle Haushaltslage angesprochen.

Neuanfang nach der LoveparadeAuch die Moslems werde er gerne repräsentieren, antwortet er einer jungen Mutter. Letztlich solle seine Religion keine große Rolle spielen. Wirkliche Chancen gegen Sören Link (SPD) sprechen ihm aber selbst einige Sympathisanten ab. Eine Stichwahl sei schon ein großer Erfolg, heißt es. Noch sammelt Rubinstein aber Unterschriften, um offiziell antreten zu dürfen – doch er ist zuversichtlich, dass er es schafft und bald das Duisburger Rathaus führen wird.

 
 

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