Straßen NRW bereitet Duisburger A59-Brücke auf Umbau in 15 Jahren vor

Ein Blick von der Targobank in der Duisburger Innenstadt auf die Berliner Brücke und die A 59. Im Mai beginnt die Sperrung der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung der Stadt.
Ein Blick von der Targobank in der Duisburger Innenstadt auf die Berliner Brücke und die A 59. Im Mai beginnt die Sperrung der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung der Stadt.
Foto: Stephan Eickershoff
Straßen NRW möchte die Berliner Brücke auf der A59 in 15 bis 20 Jahren komplett erneuern und auf sechs Fahrspuren erweitern. Damit die jetzige Konstruktion bis dahin hält, soll ab dem 1. Mai mit ersten, kleineren Sanierungsarbeiten begonnen werden. Was das für Autofahrer bedeutet, erfahren Sie hier.

Duisburg. In 15 bis 20 Jahren muss die Berliner Brücke komplett erneuert und soll dann zeitgleich auf sechs Fahrspuren erweitert werden. Bis dahin muss die jetzige Konstruktion halten. „Dafür müssen wir sie nun aber fit machen“, stellte Annegret Schaber klar. Die Projektleiterin des Landesbetriebs Straßen NRW stellte im Rathaus die Planung für die Baumaßnahme vor, die ab 1. Mai beginnt und zu der auch Teilsperrungen der Autobahn 59 in beiden Fahrtrichtungen gehören.

Eine Sperrung von Duisburgs viel befahrener Nord-Süd-Achse? Das klingt nach Super-Gau. Vor zwei Jahren stand ein ähnliches Mammutprojekt auf der A 40 in Essen an. Auch da war Schaber Projektleiterin. Und dort gab es statt des erwarteten Stauwahnsinns – nichts! Die Blechlawine, die diese neuralgische Stelle in Essen-Zentrum sonst Tag für Tag verstopft, sie war verschwunden. Der Verkehr floss innerstädtisch reibungslos. Für viele ist das bis heute ein kleines Verkehrswunder. „Ich glaube schon, dass es hier größere Probleme als in Essen geben wird“, räumte Schaber ein. Die Situation sei eine andere. Letztlich sei nie genau vorauszusagen, wie eine solch gigantische Baumaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 51 Mio Euro verläuft.

Umsteigen auf die Bahnlinie 903

Vom 1. Mai bis 12. Juli ist die A 59 in Richtung Düsseldorf (nach Süden) dicht. Zwischen 14. und 18. Juli sind wegen Markierungsarbeiten und dem Anbringen einer neuen Beschilderung kurzfristig wieder beide Fahrtrichtungen geöffnet, ehe dann vom 19. Juli bis 2. Oktober die Nord-Trasse nach Dinslaken gesperrt ist. Die Kern-Umleitung erfolgt über die A 40, A 3 und A 42, der Rest soll die innerstädtischen Routen wählen oder auf die in verdichteten Takten fahrenden Bahnen der Linie 903 umsteigen.

„Wir wollen den Fernverkehr weitläufiger umleiten“, so Schaber. Und zwar ab Dortmund (A 45) und Herne (A 43) sowie Moers (A 57). Die A 3 soll für Einheimische Umleitungsstrecke sein, jedoch nicht für den Fernverkehr. Es soll keine Baustellen auf umliegenden Autobahnen geben. Jetzt laufende Baustellen sollen bis Mai fertig sein. Eine Komplettsperrung der Brücke sei keine Alternative gewesen. „Das hätte uns nur einen Monat Zeitersparnis gebracht“, so Schaber. Es werde auch so sieben Tage die Woche im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Acht Bauunternehmen sind beteiligt. Für jeden Tag, den sie länger brauchen, werden 40.000 Euro Vertragsstrafe fällig.

 
 

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