Stiftung stärkt Bürgerstiftung

Willi Mohrs
„Feuerwehr“ an vielen Stellen: Die Bürgerstiftung hilft beim Ankauf fürs Museum. Foto: Friedhelm Geinowski
„Feuerwehr“ an vielen Stellen: Die Bürgerstiftung hilft beim Ankauf fürs Museum. Foto: Friedhelm Geinowski
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Ob’s um Bücher für die Bibliothek, Musikinstrumente für Kinder oder Exponate fürs Museum geht: Die Bürgerstiftung hilft. Sie hilft auch als Gesellschafterin der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) und will noch mehr leisten. Unterstützung erhält sie nun ihrerseits – von einer Stiftung.

Sabine Süß vom Vorstand der Schader-Stiftung war gestern mit Manfred Berns und Petra Weis von der Bürgerstiftung Duisburg unterwegs von Bruckhausen über Marxloh bis Hochfeld, also da, wo die EG DU tätig ist. Integration, Abschottung, Probleme mit neuen Zuwanderer-Gruppen waren Themen im Gespräch von Stiftung zu Stiftung.

Die Schader-Stiftung in Darmstadt, 1988 gegründet vom inzwischen 83-jährigen erfolgreichen Bau-Ingenieur Alois M. Schader, fördert die Auseinandersetzung mit Fragen der Stadtentwicklung und den Dialog zwischen Wissenschaft und planerischer Praxis. „Es ist langfristiges Bretterbohren“, beschrieb Süß den Ansatz. Über zwei Jahre habe beispielsweise ein Projekt zum Thema Integration mit mehreren Kommunen betrieben, „indem wir Menschen miteinander ins Gespräch bringen“. Dazu veranstalte man Kongresse, Tagungen, Workshops und arbeite Konzepte aus.

Stadtgesellschaft zusammenführen

Was die Darmstädter an Duisburgs vor sieben Jahren gegründeter Bürgerstiftung interessiere, sei deren „strategische“ Arbeit, etwa durch Beteiligung an der EG DU. Die Bürgerstiftung sei ein Vorreiter im aktuellen Trend, dass sich Bürger immer stärker direkt in Fragen der Stadtentwicklung einbringen wollen.

Nun gehe es darum, so Süß, „die Stadtgesellschaft noch stärker zusammenzuführen“, Netzwerke zwischen Stiftungen unterschiedlicher Art zu knüpfen, Transparenz zwischen Verwaltung und engagierten Bürgern herzustellen: „Wir sind da Begleiter.“